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Ihr Lieben, sowie der letzte Monat dieses Jahres heranbrich, will ich euch noch ein paar letzte Reiseinspirationen geben. Was wäre die Adventszeit ohne ihre Weihnachtsmärkte? Heute entführe ich euch nach Frankreich und zwar nach Colmar ins Elsass.

LA MAGIE DE NOËL À COLMAR
Colmar ist eine zauberhafte Stadt, doch zur Adventszeit ist sie regelrecht magisch. All die alten, wunderbar dekorierten Häuse, die Marktstände auf dem Kirchenplatz (Place des Dominicains) der Altstadt und die vielen kleinen Cafés, in denen man sich wunderbar aufwärmen kann - man kommt sich fast ein wenig vor wie im Märchen. Tatsächlich hat Colmar nicht nur einen, sondern fünf Weihnachtsmärkte in der Stadt verteilt, die vom 24. November bis zum 30. Dezember geöffnet haben. Jeder ist ein eigenes kleines Dorf, dass es zu entdecken gilt. Mehr zu La Magie de Noël à Colmar gibt es hier ...

ESSEN UND TRINKEN
Einzig die vielen Menschen können uns einen Strich durch die Rechnung machen, wenn es darum geht zur Mittagszeit einen Platz in einem Restaurant zu finden. Ich persönlich mag diese Gedränge nicht, sondern mag es viel lieber gemütlich zu Mittag zu essen. Was also während dieser Zeit tun? Nun, ich handhabe es meistens so, dass ich entweder besonders früh, oder etwas später essen gehe. Wer die mögichkeit hat während der Woche nach Colmar zu fahren, sollte diese Gelegenheit auf alle Fälle nutzen. Nun wisst ihr wie, aber noch nicht wo ich euch empfehelen kann zu essen.

Wann immer ich in Colmar bin, ist es erst einmal Tradition in eines der vielen kleinen Cafés zu sitzen und mit einem guten Tee und einem Croissant die Passanten in der Strasse zu beobachten. Meistens gehe ich dafür in den Salon de thé Dussourd, wo alles frisch zubereitet wird. Sich morgens regelmässig im Café zu treffen und über Gott und die Welt zu diskutieren ist in Frankreich übrigens ganz normal und ich muss zugeben, es sind solche kleinen Traditionen, wie das Zusammenkommen und der Austausch, die ich ganz besonders mag und auch schätze, wenn ich dort bin. Wer also in die Kutlur Frankreichs eintauchen möchte, der sollte es sich nicht nehmen lassen morgens in eines der hübschen Cafés zu sitzen und den Moment zu geniessen.

Fürs Mittag- oder Abendessen gibt es genug Auswahl. Empfehlen kann ich unter Anderem das Restaurant Au Chasseur. Wer allerdings etwas wirklich Besonderes sucht, der sollte sich die Brasserie Coté Cour nicht entgehen lassen. Das ist und bleibt bis heute mein persönliches kleines Highlight was Restaurants in Colmar angeht. Wem es allerdings nicht zu kalt ist, der sollte sich zu den Ständen bei der Place Jeanne d'Arc begeben, wo es nicht nur süsse Leckereien, sondern auch herzhaftes aus der Region zu Essen gibt.



5 Gründe den Weihnachtsmarkt in Colmar zu besuchen:

  • Den herzlichen Empfang der Bewohner und Atmosphäre in der Stadt
  • Die zauberhafte Dekoration und Beleuchtung, die einen in eine Märchenwelt versetzt
  • Die Aufrechterhaltung einer Tradition, die mit viel Herzblut weitergeführt wird
  • Die grosse Auswahl an Veranstaltungen während der Weihnachtszeit
  • Der Weihanchtsmarkt, mit seinen magischen Häuschen
 Und tatsächlich ist nicht nur der Empfang herzlich und die Weihnachtsmärkte einen Besuch wert, auch die vielen Veranstaltungen animieren dazu den Aufenthalt in Colmar zu etwas Besonderem zu machen. Wie wäre es denn zum Biespiel mit einer Stadtführung? Oder mit der Gelegenheit endlich wieder mal Schlittschuhlaufen zu können? Und was wäre Colmar ohne seine Petite Venise und der magischen Erfahrung Chinderchöre auf kleinen Booten singen zu sehen? Was es auch sein mag, Colmar hat eine grosse Auswahl und entführt in eine märchenhafte Welt. Ihr Lieben, ich wünsche euch allen einen zauberhaften Start ins Wochenende.

Als Kind und vor allem während meiner Teenager-Zeit, bin ich im Sommerurlaub oft mit meiner Familie nach Südfrankreich gefahren. Vor allem die Gegend der Provence und auch einen kleinen Teil der Occitanie haben wir viele Male erkundet und auch wenn es mittlerweile schon einige Jahre her ist, seit dem ich das letzte Mal dort war, ich würde immer wieder genug Gründe finden um noch einmal nach Südfrankreich zu fahren.

Allerdings spreche ich hier weniger von Orten die Cannes oder Saint-Tropez, wo viele ihren Urlaub verbringen nur im sich mit sogenannten "Reichen und Schönen" zu zeigen, obschon das eine ja nicht unbedingt was mit den anderen zu tun haben muss - aber lassen wir das. Für mich sind diese Orte ohnehin überbewertet, viel schöner ist das wahre Gefühl, welches Südfrankreich vermittelt, nämlich diese ganz bestimmte Ruhe, diese Entspanntheit, die einen erholsamen und doch interessanten Urlaub einfach perfekt macht.

Hier deshalb meine fünf Gründe, weshalb diese Wunderbare Gegend auf jeden Fall auf die Bucket List genommen werden sollte.

DIE ATEMBEREAUBENDE NATUR
Was mir bis heute fest in Erinnerung bleibt, ist diese Vielzahl verschiedener Farben, die die Gegend zu bieten hat. Da wären zum einen natürlich die berühmten Lavendelfelder, aber auch Roussilon mit seinem Okerfarbenen Sand, die vielen Dörfer mit ihren prächtigen Blumen und die vielen bunten Felder, die sie umgegben. Die vielen Orte laden ein zum wandern, spazieren und schlendern.



 
DAS ESSEN
Mindestens genauso bunt wie die Landschaft ist hier auch das Essen. Frankreich hat essenstechnisch aus jeder Region einiges zu bieten. Der Süden des Landes ist logischerweise geprägt von der meditteranen Küche. Vieles aus dem naheliegenden Meer, von den umliegenden Feldern wird in der lokalen Küche verwendet. Die Provence setzt hier in den meisten Fällen auf frische Zutaten aus der Gegend, was man natürlich schmeckt.

Besonders Gemüsegerichte sind hier bekannt, wer kennt es nicht das berühmte Ratatouille? Aber auch die Soupe au Pistou - eine Suppe aus Bohnen, Gemüse und Nudeln - oder aber die Tapenade, eine Pastete aus Oliven, sind typisch für die Gegend.

Auch typische Fisch- und Fleischgerichte, wie zum Beispiel die Bouillabaisse, eine Fischsuppe aus Marseille, oder verschiedene Ragouts, die gerne mit Rindfleisch zubereitet werden. Man wird allerdings kaum ein Gericht finden, dass hier nicht zusätzlich mit frischem Gemüse aus der Gegend serviert wird.

DIE TRAUMHAFTEN STÄDTE UND DÖRFER
Überhaupt hat hier jedes einzelne Städtchen seinen ganz eigenen Charme, wer es etwas grösser Mag, sollte es sich nicht nehmen lassen der Stadt mit dem Brückenlied einen Besuch abzustatten - Avignon. Der geschichtsträchtige Ort hat für jeden Geschmack etwas zu bieten, sei es eine Besichtigung des Papstpalastes, einen Shoppingtag, oder aber der Festivalsommer mit seinen vielen Attraktionen.


Wer sich für eine Wanderung entscheiden möchte, der kann dies zum Beispiel in Roussillon tun, und durch die okerfarbenen Wege streifen. Achtung, gutes Schuhwerk ist hier ein Muss. Doch auch Städte wie Saint-Rémy de Provene, oder Arles sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer eine etwas angenehmere Temparatur möchte, kann auch einen Ausflug ins nahegelegene Isle sur La Sorgue machen und sich dort an einem der Flussarme etwas abkühlen.
 

Romantische Sonnenuntergänge gibt es nicht nur am Meer, sondern auch in Les Baux de Provence zu bestaunen. Wer möchte nicht in einem der schönsten Städtchen Frankreichs zu Abend essen, durch die engen Gässchen schlendern und danach den Sonnenuntergang geniessen? Hier kann man das alles machen und hat noch dazu einen einmaligen Ausblick. Ihr Lieben es gäbe noch so vile andere schöne Orte, von denen ich euch berichten möchte, doch was würde den Rahmen hier sprengen.

DIE KULTUR
Egal wo man hinschaut, das Leben in der Provence scheint langsamer zu laufen als anderswo. Hier ist einfach alles gemütlicher, ruhiger und zeitloser. Gegessen wird relativ spät, die Restaurants öffnen meist um etwa 19:00 Uhr, bei den Einheimischen jedoch ist es keine Seltenheit um 22:00 Uhr zu Abend zu essen, danach wird stundenlang gequatscht.

Bildquelle
Nach der Arbeit und vor den Mahlzeiten trifft man sich auch gerne in einem der vielen Parks, kommt zusammen, spielt Pétanque oder Boule und gönnt sich dazu auch gerne mal einen Pastis. Egal ob man selbst spielt oder nicht, die Familien und Dorfbewohner sitzen gemütlich zusammen und unterhalten sich unter den schattenspendenden Bäumen.


ENTSPANNUNG PUR
Wie eben schon erwähnt, läuft hier in Südfrankreich alles etwas gemächlicher ab. Mal ausgenommen man begibt sich in die grossen Städte, dann sieht es natürlich schon wieder anders aus. Wer jedoch durchs Land geht, die kleinen Städte und Dörfer besucht, die Märkte und Restaurants, wird rasch in diesen entspannten Rhythmus finden. Auch in die Camargue ist es übrigens nicht weit, mit etwas Glück kann man dort die wilden Pferde beobachten.

Für mich sind das fünf wunderbare Gründe den schönen Süden Frankreichs auf jeden Fall mal zu besuchen.

Da bin ich wieder mit meinem Faible für keltische Kultur und Mythologie. Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass ich euch aus einem meiner liebsten Länder, Schottland, noch nicht wirklich viel über eben diese Themen berichtet habe, dabei gäbe es von dort so vieles zu erzählen, doch dazu ein ander Mal mehr.

Heute geht es zwar auch ein wenig um die keltische Kultur, allerdings entführe ich euch nicht nach Schottland, noch nicht mal nach Grossbritannien, dafür aber ins kleine Britannien und zwar in die französische Bretagne.

AUF KELTISCHEM BODEN
Nicht etwa, dass meine Heimat kein keltischer Boden wäre, schliesslich bezieht sich der heutige internationale Name der Schweiz (CH = Confederatio Helvetica) noch heute auf den keltischen Stamm der Helvetier. Doch das ist eine andere Geschichte.

Als erd- und naturverbundene Person mögen meine Reisen, oder besser gesagt, weshalb ich an einen bestimmten Ort reise und wie ich diesen für mich verinnerliche, womöglich etwas anders sein, als für einen normalen Touristen. Ich mag es eine Weile inne zu halten und den Ort ganz in mir aufzunehmen.


Gerade die Bretagne hat viele keltische Überreste. Nicht nur die imposanten Menhire erzählen von ihrer langen Vergangenheit, auch die vielen Sagen, die sich ums Land ranken, sind noch immer tief verwurzelt. Nicht zu vergessen das Bertonisch, welches dort noch heute gesprochen wird und somit als einzige moderne keltische Sprache, die heute noch auf dem Europäischen Festland verbreitet ist.

Anders, als vielleicht vermutet stammt die Bretonische Sprache jedoch nicht von der in Frankreich früher verbreiteten gallischen Sprache ab, sondern besitzt die gleichen Wurzeln wie die walisische und die kornische Sprache und gehört somit zu den Britannischen Sprachen.


Wenn mich jemand fragt, was die Bretagne zu bieten hat, gebe ich immer zur Antwort: " Geschichte, Mythologie und sehr viel Natur." Auch wenn es hier die eine oder andere Stadt gibt, Grossstadtfeeling sucht man vergebens. Stattdessen ist die Bretagne geprägt von einer atemberaubenden Landschaft, von kleinen Dörfern, romantischen Restaurants und entspannender Ruhe.

CÔTES D'ARMOR
Während meiner Reise in die Bretagne war ich hauptsächlich im Departement Côtes d'Armor unterwegs, das seinen Namen übrigens aus dem Keltischen ableitet, denn Armor bedeutet nichts Anderes als "Land am Meer" und die Côte aus dem Französischen bedeutet Küste. Côtes d'Armor befindet sich im Norden der Bretagne und hat eine traumhafte und abwechslungsreiche Küstenlandschaft zu bieten.

So zum Beispiel den Söldnerpfad (Le santier des Douaniers), der besonders zwischen Perros-Guirec und Ploumanac'h ein Highlight ist und, dank seiner rosa schimmernden Granitsteine, auch als „Côte De Granit Rose“ (deutsch: rosa Granitküste) bekannt ist.

Weiterhin ist die Bretagne auch bekannt für ihre Megalithen. Vor allem die Region um Carnac hat diesbezüglich viel zu bieten, allerdings braucht man nicht unbedingt in den Süden der Bretagne zu fahren um die alten Steinriesen zu bewundern. Die Megalthen von Champ des Roches zum Beispiel, und insbesondere Le Chaos du Gouët in Saint-Brieuc (Video) ist ein echtes kleines Highlight der Gegend.


BROCÉLIANDE - WALD MERLINS
Kein anderer Wald wird wohl so sehr mit der Artussage in Verbindung gebracht wie der Wald von Brocéliande. Der Legende nach wurde der berühmte Zauberer Merlin von Viviane (auch Nimue), der Herin vom See, in diesem mystischen Wald  in eine Weissdornhecke verbannt, wo er bis ans Ende der Tage schläft. Dies ist nur eine von vielen mystischen Geschichten, die sich um diesen Ort ranken.

Wo genau der Wald Brocéliande beginnt oder aufhört, ist auf keiner modernen Karte verzeichnet. Man weiss nur, dass er westlich von Rennes liegt und heute als Wald von Paimpont verzeichnet ist. Rennes selbst, als Hauptstadt der Bretagne,  ist übrigens auch einen Besuch wert. Wer gerne auf den Spuren der alten Artussage wandern möchte, sollte sich diesen mystischen Wald nicht entgehen lassen und wird bestimmt auch einige zauberhafte Begegnungen haben.

Du suchst noch den passenden Soundtrack zur Bretagne? Bittesehr: Nolwenn Leroy "Tri Martolod"

Ihr Lieben,

Ein ganz und gar magisches Wochenende hatte ich im schönen Elsass, bei Ambiance-Jardin um genau zu sein. In dieser kleinen aber feinen Wohlfühloase hat es alles, was das Gärtnerherz begehrt. Doch auch für Leute, die einen weniger grünen Daumen haben, ist die alte umgebaute Scheune ein wahres Schmuckstück.

Die vier Zimmer sind einzigartig, jedes einzelne hat seinen ganz speziellen Charme - ein Platz zum Wohlfühlen eben. Ich durfte das Hortensie Zimmer beziehen, welches in wunderbaren Lila-Tönen ausgestatted war, während die anderen Familienmitglieder das Feldblumenzimmer in Gelbtönen und das Laubzimmer in Grüntönen beziehen durften. Wir wurden sehr herzlich von Pierrette und ihrem Mann willkommen geheissen und konnten, dank wunderbarer Unterkunft und unglaublich leckerem Frühstück unser verlängertes Wochenende in vollen Zügen geniessen.

Ich konnte gar nicht genug von wunderschönen Garten bekommen, mit all seinen Sitzmöglichkeiten im grünen und der zauberhaften Blütenpracht. Kein Wunder also, dass ich früh morgens nicht widerstehen konnte und die Morgenstimmung im fröhlichen Grün geniessen wollte. Abends haben wir dann im Garten gepicknickt oder sind in eines der umliegenden Restaurants gegangen.

Aber auch die Abende waren angenehm, nur leider hatte es zurzeit als wir dort waren sehr viele Mücken, welche die Freude ein wenig trübten, aber nicht genug um die Schönheit dieses Ortes nicht mehr geniessen zu können. Rasch das Mückenspray verwendet und die Zitronella Kerze angezündet und schon liess es sich draussen ganz gut aushalten - zumindest für eine Weile. ;)




Nicht nur das Essen im Restaurant au Vieux Couvent war ein Highlight, auch die Wanderung durch die Weinberge war sehr schön. In der Gegend gibt es so viel zu entdecken, sowohl an Natur als auch an kleinen, bezaubernden Städten wie Riquewihr oder auch Kaysersberg.

Bis zu meinem nächsten grösseren Ausflug dauert es jetzt noch etwas mehr als drei Wochen, dann endlich geht es in den Sommerurlaub. Bis dahin werde ich ganz einfach die alten Erinnerungsfotos geniessen.

Ich wünsche euch einen zauberhaften Mittwochabend.