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Liebe Leser, wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, ging es letzten September zu meinem 30. Geburtstag für meine Familie und mich nach Edinburgh. Einen besseren Ort hätte ich mir kaum vorstellen können, denn schon 2006, als ich zum ersten Mal in Schottland war, wurde Edinburgh zu einer meiner liebsten Städte überhaupt. Im Gegensatz zu London, Rom oder Paris ist sie „nur“ eine Kleinstadt, doch genau das macht ihr Charme aus. Heute will ich euch von dieser unvergesslichen Reise berichten, auf der nicht immer alles reibungslos verlief. Da wäre zum Beispiel, wie unser Flugzeug fast abgestürzt wäre, warum wir mit einem fast leeren Koffer wieder abgereist sind und warum wir einen Tag vor der Abreise kräftig gejubelt haben. Aber erstmal alles von vorne.

Aller Anfang ist schwer
Dieser Anfang war es auf jeden Fall, denn meine Geburtstagsreise sollte noch eine ganz schön grosse Überraschung für uns bereithalten., denn beim Anflug der Britischen Ostküste gerieten wir in einen heftigen Sturm, der Flugzeug, Crew und Passagieren ganz schön was abverlangte. Die Landung war holprig, dauerte zum Glück aber nicht so lange wie befürchtet. Als wir jedoch wieder festen Boden unter den Füssen hatten, durften wir erst nicht aussteigen – es sei zu gefährlich bei dieser Windstärke die Tür zu öffnen, hiess es. Also geduldeten wir uns. Endlich im Flughafengebäude angekommen, die nächste Hiobsbotschaft, unser Flieger lud die Gepäckstücke nicht aus, die Gepäcklade zu öffnen wäre zu gefährlich gewesen und so flog das Flugzeugt mit unserem Gepäck direkt wieder zurück nach Zürich. Die neuen Passagiere, auf dem Flug nach Zürich, ihrerseits natürlich auch ohne ihr Gepäck. Super, es konnte also nur noch besser werden. 

In der Gepäckhalle war das pure Chaos ausgebrochen, allerdings fand ich sehr spannend zu sehen, wie all die Menschen auf diese Situation reagierten. Leute sprachen miteinander, die sonst wohl nie miteinander ins Gespräch gekommen wären, man half sich gegenseitig beim Verständigen mit den Schotten (was fürs ungeübte Ohr zugegebenermassen nicht immer ganz einfach ist) und beim Ausfüllen der Papiere und man sprach sich gegenseitig Mut zu, dass schon alles wieder gut kommen würde und ja, ab und an wich das besorge Gerede einem Lachen. Um ehrlich zu sein fand ich diesen Moment, trotz eigentlich unangenehmer Situation, irgendwie schön. Trotzdem war ich froh, als alles erledigt war und nachdem wir alle unsere Papiere für die verlorenen Koffer ausgefüllt hatten - ich wusste noch nicht mal wie spät es war - machten wir uns auf den Weg in die Stadt, zu unserer Unterkunft. 

Das Abenteuer kann losgehen
Kaum waren wir in unserem Bed &Breakfast angekommen und hatten uns mit Regenjacken ausgerüstet - schliesslich waren wir in Schottland, nicht in der Karibik und unsere Regenjacken waren, na wo wohl? Richtig, im Koffer - waren die Startschwierigkeiten schon wieder vergessen. Den ersten Abend liessen wir gemütlich angehen, spazierten durch die Nachbarschaft und assen, wie es sich für Grossbritannien gehört, in einem Pub zu Abend. Das Viertel um unsere Unterkunft in der Frederick Street, nahe des Scott Monuments, eignete sich einfach perfekt für eine erste Erkundungstour.

Wir hatten uns einiges vorgenommen für unseren Aufenthalt in Edinburgh, wie die Besichtigung der Drehorte zu Avengers Infinity War (Royal Mile, Waverley Train Stadtion, Restaurants in der Cockburn Street), aber auch die historischen Orte in Bezug auf die Harry Potter Welt wollten besucht werden (The Elephant House, The Boy Wizard Shop), nicht zu vergessen die Besteigung des Calton Hills, von dem aus man eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat, sowie der Besuch des zauberhaften Dean Village. Als Geburtstagsüberraschung gab es sogar eine Führung durch die Stadt mit dem Thema "Die Hexen von Edinburgh", die uns in eine andere Zeit eintauchen und Edinburghs mystische Seite entdecken liess.



Ein Grund zum Feiern
Natürlich war mein Geburtstag ein Grund zum Feiern, den wir übrigens in Jamies Italian mit sehr geiler Pasta gefeiert haben. Doch dieses Ereignis meine ich hier gar nicht, sondern die Rückkehr der verlohrenen Söhne, ähm Koffer. Ja, tatsächlich haben wir unsere Koffer noch am Abend vor unserer Rückreise erhalten - das musste gefeiert werden! Meine Familie war ganz aus dem Häuschen, weil sie mir am Ende doch noch das Geburtstagsgeschenk überreichen konnten. Ich habe mich sehr übers Geschenk gefreut, wobei ich gestehen muss, dass ich viel mehr freude daran hatte, dass wir alle gemeinsam an einem so schönen Ort feiern konnten.

Wo in Edinburgh übernachten

Da wir alle von unserer Unterkunft in Edinburgh begeistert waren und uns bei Kate und David rundum wohlgefühlt haben, möchte ich sie euch an dieser Stelle ein wenig genauer vorstellen. Die Lage unseres Bed & Breakfasts hätte kaum besser sein können, zwar hat das Haus keinen Aufzug, Treppensteigen muss man also können, der Rest allerdings besticht mit seinem typisch britischen Charme. Die Zimmer waren geräumig und sauber, die Betten empfand ich auch als angenehm und die Gastgeber waren sehr herzlich und zuvorkommend. Wer mag, darf sich auch in den Gemeinschaftsraum begeben und dort ein gutes Buch lesen, sich mit den beiden Hosts, oder anderen Reisenden austauschen.

Frühstück gibt es nicht bei Kate und David, dafür aber im direkt darunter gelegenen Restaurant Rabble, welches nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch eine breite Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten bietet. Wem trotzdem nach etwas anderem zumute sein sollte, findet rund um die Unterkunft eine grosse Auswahl an Restaurants, Pubs und Cafés, oder aber man spaziert etwa 10-15 Minuten und befindet sich dann im Herzen der Stadt. Wer gerne mehr über die Unterkunft erfahren möchte, der kann auf der offiziellen Webseite mehr erfahren. Bei einer Reise nach Edinburgh lohnt es sich auf jeden Fall mal in diesem Bed & Breakfast vorbeizuschauen.



Mehr über diese einzigartige Stadt findet ihr übrigens in folgenden Blogposts:
  
Schottland ist ganz klar ein Ort für Naturliebhaber, Geschichtsfreaks und Fantasyverrückte, also ein Ort für Leute wie mich. Wenn ich dann noch irgendwo hochklettern darf: YAYYY! Denn ich liiiebe Aussicht, und das obwohl ich ein wenig von Höhenangst geplagt bin. Die vergesse ich aber ziemlich schnell wieder bei so einem atemberaubenden Ausblick wie er sich mir auf dem North Berwick Law anbot.

NORTH BERWICK UND SEIN LAW
North Berwick ist eine kleine Küstenstadt im Südosten Schottlands und nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Heimat des North Berwick Laws, einem 187 Meter hohen Hügel etwas ausserhalb der Stadt. Law übrigens deshalb, weil es das schottische Wort für Hügel ist.Wie ein Tal hier in Schottland auch nicht valley genannt wird, sondern glen, oder Seen nicht lakes, sondern lochs heissen. Ja, die Schotten haben mit den gälischen Einflüssen ihr ganz eigenes Ding was Sprache angeht, was mir zugegebenermassen schon immer sehr gefallen hat.



EIN ABENTEUER MIT AUSBLICK
Der Aufstieg auf den Law dauert nicht lange, ist teilweise allerdings ziemlich steil, was wiederum den Vorteil hat, dass man relativ rasch mit einer wunderbaren Aussicht belohnt wird. Auf dem Gipfel angekommen erwartet uns eine geballte Ladung schottische Lowlands soweit das Auge reicht - und Wind *g*. Was heissen will, dass eines dieser Hochglanzmagazinfotos ganz einfach unmöglich wird, aber das ist eben Natur pur mit der passenden Frisur.

Von solchen ungefilterten Abenteuern hatte ich in einem anderen Post schon berichtet. Damals war ich unterwegs auf der sagenumwobenen Isle of Skye und hatte ich schon mal von der Eroberung schottischer Hügel geschwärmt. Den Artikel dazu kannst du hier nachlesen.

KRAFTORTE IN SCHOTTLAND
Manchmal kommt es mir vor, als sei Schottland ein einziger, riesiger Kraftort, denn an keinem anderen Ort kann ich so gut Kraft tanken und mich in der Natur einfinden wie dort.Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man in Schottland gar keine Zeit hat sich gross mit etwas Anderem zu beschäftigen, als mit dem Hier und Jetzt. Wenn man die weite Natur bewandert, und sich, vom winde verweht... ähm sorry ... zerzaust, den Kräften der Natur aussetzt.

KRAFTORT NORTH BERWICK LAW
Der North Berwick Law ist definitiv ein solcher Kraftort. Ein Ort an dem man sich Zeit nehmen, wieder zur Kräften kommen und einfach nur sein darf. In solchen Momenten fühle ich mich absolut unbedeutend - ein seltsamerweise wunderbar erleichterndes Gefühl, denn das Bedürfnis die ganze Welt retten zu müssen ist weit weg. Hier ist ein Ort an dem ich einfach nur sein darf. Es ist fast ein wenig, als würde eine grosse Last von meinen Schultern fallen und wann immer ich in Schottland bin, an einem diser Kraftorte stehe, lerne ich ein wenig mehr über den Kreislauf des Lebens. Ich verstehe, dass es im Leben nicht um mich geht. Erkenntniese wie diese nehme ich jedes Mal von dort mit. Lebenslektionen, die mir nach all den Jahren eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit mit in meinen Alltag gebracht haben.

Ich bin dafür, dass wir während unserer Reisen viel öfter die Augen offen halten für solche besondere Orte, was denkt ihr?

Lust auf ein verlängertes Wochenende in Edinburgh? Die schottische Hauptstadt hat nämlich nicht nur während der Sommermonate viel zu bieten, sie ist auch ein aussergewöhnliches Erlebnis zur Winterzeit. Weihnachtshopping in New York City oder London kennt jeder, Edinburgh hingegen macht genauso viel Spass, jedoch ohne zu überfüllt zu sein.

Meine Beziehung zu Edinburgh ist kurz aber intensiv. Wenn man bedenkt, dass schon oft in Schottland war und es bis heute zu einem meiner liebsten Reiseziele zähle, dann sind etwa fünf Tage Aufenthalt in der Hauptstadt nicht besonders viel. Was allerdings nicht heissen soll, dass ich die Stadt nicht mag, sondern viel eher, dass es von meiner schottischen Homebase in Norh Berwick aus einfach noch unglaublich viele andere und ebenso spannende Ausflugsziele gibt.

Einige davon habe ich euch in meinem Bericht über die Schottischen Lowlands (Schottlands Süden: Von den schottischen Lowlands) schon vorgestellt. Aber zurück zum Thema, denn auch wenn ich nur jeweils für kurze Zeit in Edinburgh war, so habe ich meine Erkundungstouren durch die Stadt als immer besonders intensiv empfunden - manchmal kam es mir sogar fast ein wenig vor, als wäre jede neue Entdeckung wie eine kleine Erinnerung an etwas gewesen, das ich vor langer Zeit schon mal kannte. Was mich betrifft, ich bin ein absoluter Fan der Stadt und kann sehr gut nachvollziehen, weshalb dieser Ort eine solche Faszination auf Künstler, Historiker und Reisende ausübt. Aus diesem Grund werde ich euch meine fünf Pros für einen winterlichen Besuch der schottischen Hauptstadt vorstellen. 

1. ICE SKATING BEIM SAINT ANDREW SQUARE
Nur etwa fünf Gehminuten des berühmten Scott Monuments entfernt, auf dem Saint Andrew Square befindet sich ein traumhaftes kreisförmiges Eisfeld, das ein echtes kleines Highlight ist und nicht nur Spass, sondern auch eine Möglichkeit zur Verpflegung bietet. Ausserdem verbindet der Besuch ders Eisfeldes auch gleich die Besichtigung des Melville Monuments, welches das Herzstück des Parks bildet. Wer genug Schlittschu glaufen und verpflegt ist, kann sich danach noch eine Fahrt mit dem Riesenrad gönnen, oder die vielen kleinen Marktstände besuchen. Zur offiziellen Seite ...
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2. WEIHNACHTSMÄRKTE
Sobald die Adventszeit beginnt, spriessen die Weihnachtsmärkte überall aus dem Boden - das ist auch in Edinburgh nicht anders, sodass man gemütlich durch die Princes Street Gardens schlendern kann und mit einem heissen Punsch oder Glühwein in den Händen die magische Stimmung der Vorweihnachtszeit geniessen kann.

Wem das zu langweilig sein sollte, kann seinen Besuch aber auch mit einem der vielen Rides aufpeppen, die es für Gross und Klein gibt. Eine ganz besondere Attraktion für die Kleinen ist der Santa Train oder wie wärs mit etwas Nostalgie für die ganze Familie auf dem Karussell? Mehr Infos dazu gibt es hier: Edinburgh Christmas Time Rides

Der zweite grosse Markt der Stadt ist der Weihnachtsmarkt an der George Street, der auch als Scottish Market bekannt ist und eine grosse Auswahl lokaler Produkte und schottischer Spezialitäten zu bieten hat. Doch Edinburgh hat wirklich für jeden Geschmak einen Markt, sodass bestimmt jeder etwas für seine Lieben, oder aber auch für sich selbst findet. Hier findest du noch mehr Infos zu den winterlichen Märkten Edinburghs.

3. THE ROYAL BOTANIC GARDEN
Wem es draussen zu kalt wird, kann sich im Royal Botanic Garden ein wenig aufwärmen und gleichzeitig etwas über unsere wundersame Pflanzenwelt erfahren. Über 3000 verschiedene Exemplare exotischer Pflanzen haben hier ein Zuhause. Übrigens hat man vom Botanischen Garten aus auch gleich eine wunderbare Sicht auf die Skyline der Stadt, inklusive dem Edinburgh Castle. Mehr dazu gibts auf der offiziellen Seite.
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4. MUSEEN IN EDINBURGH
Wer in die Wärme möchte, aber nicht besonders auf Indoor-Gärten steht, der sollte die Gelegenheit nutzen um eines der vielen Edinburgher Museen zu besuchen. Die National Gallery of Scotland zum Beispiel, welche vielerlei berühmter Werke von Van Gogh oder auch Rembrand ausgestellt hat. Das Museum of Scotland, in dem man etwas über die Schottische Geschichte und Kultur lernen kann, oder das Writers Museum, das ein MUSS ist für jeden Literaturliebhaber. Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, diese Museen können kostenlos besichtigt werden, also nichts wie hin! 

5. HOGMANAY: DAS SCHOTTISCHE NEUJAHR
Vielleicht möchtest du dieses Jahr aber auch einen ganz besonderen Silvesterabend verbringen, dann solltest du in Erwägung ziehen zu Hogmanay in Edinburgh zu sein und einem der grössten Neujahrsfeste beizuwohnen. Hogmanay wird hier so gross gefeiert, dass es eigentlich einen eigenen Blogbeitrag verdient hätte, denn es dauerst nicht zwei, sondern ganze drei Tage und findet vom 30. Dezember bis zum 01. Januar stat. Wenn Edinburgh sich im Ausnahmezustand befindet ist entweder die Festivalsaison im Sommer, oder aber Silvester in vollem Gange. Das Fest wird begleitet von Verschiedensten Events, wie Konzerten, Chören, dem Vikings March und einem gigantischen Feuerwerk. Weitere Infos zu Hogmanay.

BONUSTIPP: WINTERTRAUM IN DEN HIGHLANDS
Wer jedoch den Zauber der schottischen Winterzeit ausserhalb der Städte erfahren möchte, findet diese in den Highlands. In Glenshee kann man sogar Skiifahren, wer hätte das gedacht? Und bei schönem Wetter sind die Sonnenuntergänge in Glencoe einfach unbezahlbar. Wem es dann draussen irgendwann zu kalt werden sollte, kann sich in einem der zahlreichen Pubs aufwärmen. Hier noch ein witziger Artikel mit dem Titel: 48 photos that prove Scotland in winter is basically Narnia 

Allerdings sollte man sich in Schottland, insbesondere in den Highlands stets vorher über die Wetterbedingungen informieren, denn diese sind hier sehr unbeständig. Mehr zum Thema Winter in Schottland findest du hier
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Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, wenn wir uns gruseln und die Ahnen um Rat bitten. In diesem Blogpost möchte ich euch für einmal nicht von etwas berichten, dass ich schon kenne, sondern von einem Fest, von dem ich schon lange träume es irgenwann mal erleben zu dürfen.

In Edinburgh, einer meiner liebsten Städte überhaupt, findet zweimal jährlich ein ganz besonderes Fest statt. Diese beiden Male im Jahr wird die Hauptstadt Schottlands nämlich zur Hochburg heidnischer Feste. Mit dem Samhuinn Fire Festival wird die dunkle Jahreszeit willkommen geheissen, während mit dem Beltane Fire Festival die lichte Jahreszeit begrüsst wird. Und auch wenn die Form der beiden Feste, wie sie heute in Schottland gefeiert werden nicht mehr ganz deren Ursprung entspricht, reicht deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurück.

SAMHUINN ODER SAMHAIN IN EDINBURGH
Mich persönlich fasziniert es, mit wie viel Leidenschaft, Hingabe und Kreativität die Schotten diese alten Traditionen wieder aufleben lassen. Samhuinn (bei uns eher bekannt unter dem Begriff Samhain) wird in Edinburghs Altstatt gefeiert, die nicht nur reich an Bräuchen und Traditionen rund um All Hallow's Eve (Halloween) ist, sondern auch an historischer Bedeutung was alte Märkte und Theater angeht.

  • Die offizielle Seite sagt dazu:"The story follows the ideas of the overthrowing of Summer by Winter, with a stand-off between the Summer and Winter Kings. This is overseen by the Cailleach, a Celtic representation of the Goddess, or Divine Hag. The transformation from Summer to Winter is supported by the energies and interactions of the Summer and Winter courts – through performance, music and dance. The narrative focuses on this conflict and its resolution, but also focuses on the transition that many aspects of life take during the changing of the seasons." - Zitat Beltane.org

Das Samhuinn Fest, aber natürlich auch Beltane sind auf jeden Fall eine Reise wert, nicht nur für Heiden. Wer jetzt neugierig geworden ist und sich überlegt vielleicht zum nächsten Beltaine, oder auch zum nächsten Samhain nach Edinburgh zu reisen, sollte es sich aber auch nicht entgehen lassen etwas mehr Zeit einzuplanen um den Rest dieser einmaligen Stadt zu entdecken, denn Edinburgh ist ein magischer Ort, nicht nur zu Samhain.


SAMHAIN IN DER SCHWEIZ
Auch die Schweiz kennt ähnliche Bräuche, die dunkle Zeit und somit die Zeit der Geister beginnt bei uns offiziell am 11. November mit der Fasnacht und dauert vielerorts bis zum Aschermittwoch. Die Wurzeln verschmelzen hier klar mit den alten heidnischen Bräuchen, wie man sie von Halloween, oder Samhain/Samhuinn (sprich:ˈsau̯nʲ) kennt. Doch nicht nur das Verkleiden und das Lärmmachen hat sich bis in die Moderne erhalten, auch der Brauch der berühmten Jack O'Lantern, der ausgehöhlten Kürbisse kennen wir in der Schweiz. Zwar benutzen wir für unsere Laternen keine Kürbisse sondern Herbsträben, doch die Symbolik dahinter ist dieselbe.

Samhuinn in Edinburgh

by on November 01, 2017
Bildquelle Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, w...
Der Norden Schottlands ist geprägt von weiten Moorlandschaften und zum Teil von wunderbaren Laub- und Nadelwäldern. Berühmt ist die Gegend vor allem aber auch für ihre zerklüftete Landschaft mit ihren vielen Lochs, so wie die Seen hier genannt werden. Eines dieser Lochs ist wohl das berühmte Loch Ness, doch wer sich allein damit zufrieden gibt, verpasst meiner Ansicht nach noch viel schönere Lochs der Gegend. Mein Favorit? Das Loch Duitch worüber das berühmte Eilean Donan Castle thront - für mich definitiv ein Highlight. Noch dazu bietet der Besuch dieses Lochs gleichzeitig eine gute Mölichkeit weiter entlang des Loch Alsh und bis zur berühmten Isle of Skye zu gelangen.

EIN ABENTEUER OHNE FILTER
Auf Syke befinden sich viele zauberhafte Orte, unter anderem auch der Old Man of Storr. In einem früheren Blogpost habe ich diesen sehr bekannten Landschaftsstrich der Insel als Obelix Hinkelstein bezeichnet, weil er mich an genau das erinnert und tatsächlich ist die Ähnlichkeit kaum zu leugnen. Gut, es ist ein sehr grosser Hinkelstein, doch das ändert nichts an seiner doch sehr verdächtigen Form.

Als ich vor ziemlich genau zwei Jahren zum letzten Mal in Schottland war, habe ich mit meinen Lieben das erlebt, was ich gelegentlich als "Abenteuer ohne Filter" bezeichne. Ihr wisst schon, eines dieser Erlebnisse, das wohl keine Bilder für den nächsten Reisekatalog hergibt, einem dafür aber so viel mehr gibt, als das schönste Urlaubsheft es je könnte. Um ehrlich zu sein sind das für mich oftmals die echtesten Erlebnisse. Eine Echtheit, die mir im Internet und vor allem auf Reiseblogs viel zu oft fehlt.

Natürlich liebe ich schöne Urlaubsbilder, doch gerade wenn man sich spontan in ein Abenteuer begibt, hat man nicht immer Zeit beim "richtigen" Wetter am pefekten Ort aufs passende Licht zu warten um ein Foto zu schiessen, das im nächsten Hochglanzheft erscheinen könnte.

THE OLD MAN OF STORR
Nun, meine Reise zur Isle of Skye im nordwesten Schottlands war so ein Abenteuer. Eines, das ungeplant vonstatten ging und so bestimmt von keinem Reisemagazin veröffentlicht würde, erst recht nicht mit den Bildern, die ich davon mit Nachhause gebracht habe. Doch genau dieser spontane Entscheid den Old Man of Storr aufzusuchen, den Berg voller Matsch und trüber Umgebung zu erklimmen, genau das macht dieses Erlebnis so wertvoll.

Damals haben wir uns noch am Ankunftstag auf der Insel auf Erkundungstour begeben und als wir am Fuss der berühmten Felsformation standen, konnten wir es einfach nicht lassen. Obwohl wir absolut unvorbereitet dort standen, noch nicht mal die Wanderschuhe mit dabei hatten, wollten wir es wissen. Klar, als Schweizer kann einem so ein bisschen Berg nichts anhaben. Trotzdem, mein persönliches Ziel, nämlich ganz oben zu stehen um diese berühmte Aussicht zu geniessen, habe ich bei der damaligen Reise nicht erreicht.

Nach gut einer Stunde bergauf, gelangten wir zur berühmten Felsformation. Um das perfekte Foto schiessen zu können, hätten wir jedoch nochmals etwa eine Stunde weiter hoch gehen müssen. Der Wind blies noch immer stark, die Wolken hingen tief, sodass wir nicht wussten ob wir überhaupt etwas sehen würden. Noch dazu kam, dass wir anhand der spontanen Entscheidung den Old Man of Storr zu erklimmen leider nicht die richtigen Schuhe mit dabei hatten. Ein amerikanisches Päärchen, welches uns entgegen kam bestätigte, dass wir weiter oben mit diesen Schuhen zu sehr im Matsch einsinken würden, weshalb wir schweren Herzens die Rückkehr antreten mussten.

Nun, auch das gehört eben manchmal zu spontanen Abenteuern mit dazu. Mein Bild, das ich mir insgeheim schon im Kopf ausgemalt hatte, würde dieses Mal wohl nicht entstehen. Etwas enttäuscht war ich auf den ersten Moment natürlich schon. Wenn ich jetzt, zwei Jahre nach diesem Ausflug an diesen Tag zurückdenke, muss ich allerdings schmunzeln. Wir haben gemeinsam etwas erlebt, was kein noch so gutes Foto hätte einfangen können. Wir haben gemeinsam beim Erklimmen des steilen Weges gekeucht, wir haben zusammen gelacht uns ein bisschen gemeinsam darüber genervt es nicht bis ganz nach oben geschafft zu haben und wir haben uns darüber amüsiert alle dieselbe, zerzauste Frisur abbekommen zu haben. Fotos gab es natürlich trotzdem, nur eben ungefiltert und äusserst authentisch.


Mir persönlich ist Authentizität sehr wichtig, nicht nur während meiner Reisen, auch hier auf dem Blog. Manchmal spielt das Wetter nicht mit, man ist vielleicht nicht zum richtigen Zeitpunkt dort oder hat, wie wir damals ganz einfach nicht die richtige Ausrüstung mit dabei. Doch das alles is im Grunde genommen ohnehin nebensächlich, zumindest dann wenn man bereit ist den Moment voll und ganz zu geniessen.

Erlebnisse wie diese erinnern mich dafür immer wieder daran, dass es mehr als nur eine Seite zu betrachten gibt. Dieses Abenteuer hat uns durch eine sagenumwobene Landschaft geführt, durch die Natur, die sich uns keinesfalls anpassen wird und das ist auch gut so. Solche Ausflüge bieten einer Künstlerseele und einem Fotoheini wie mir die Gelegenheit nicht immer etwas erschaffen zu müssen, sondern inne zu halten und zu geniessen. Während meinem Aufstig auf den Old Man of Storr habe ich gelernt, dass nicht das perfekte Urlaubsfoto dieses Abenteuer so wertvoll macht, sondern das, was in diesem Moment alles auf mich gewirkt hat. Der Wind, der Regen, das gemeinsame Abenteuer - ich habe mit allen Sinnen erlebt und ich habe mich so richtig lebendig gefühlt. Ein Gefühl, das kein Foto vermitteln kann.

 "It is one of the most hauntingly beautiful places in the world, the history is fascinating, the men are handsome and the whisky is delicious. But don't eat the macaroni pies." - J.K. Rowling

Hallo meine Reiseverrückten,

Heute möchte ich euch, wie zuvor auf Instagram schon kurz angekündigt, von einem meiner bisher intensivsten spirituellen Erlebnisse im Ausland berichten, denn ohne dieses Erlebnis wäre ich heute wohl nicht die, die ich bin. Daher macht es sicherlich Sinn diese Erfahrung an den Anfang meiner neuen "Off the beaten path" zu stellen.

LERNEN DEM RUF ZU FOLGEN
Als ich im Jahr 2006 zum ersten Mal nach Schottland reiste, wusste ich noch nicht, wie sehr mich dieses neue Abenteuer verändern würde. Da stand ich nun am Flughafen, wartete auf meinen Flug und wünschte mir, statt nach Schottland, lieber nach Kanada fliegen zu können und zwar mit der Air Canada Maschine, die ich zu diesem Zeitpunkt vom Fenster aus sah.

Nun, dass sich dieser Traum ziemlich genau fünf Jahre später doch noch erfüllen sollte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Was ich damals auch nicht wusste war, dass ich diesen Traum nur kurze Zeit darauf zumindest für eine Weile bei Seite legen würde, um einen zu leben, der sich mir im Hier und Jetzt vor meinen Augen offenbarte.

Ich weiss, das klingt jetzt alles sehr kitschig, doch gebt mir ein wenig Zeit euch das alles etwas genauer zu erklären.

Sonnenuntergang in North Berwick

WENN DEINE INTUITION MEHR WEISS ALS DEIN KOPF
Was bei meinem ersten Besuch in Schottland mit mir geschah kann ich bis heute nicht in Worte fassen, doch ich weiss, dass es tief in mir etwas auslöste, das mich fortan wohl begleiten würde. Noch nie zuvor hatte sich ein Urlaubsort so angefühlt, noch nie zuvor war da vom ersten Augenblick an eine solche Vertrautheit – so als ob ich nach sehr langer Zeit wieder den Weg nach Hause gefunden hätte.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Heimat. Die Schweiz, mit all ihren traumhaften Orten und den lustigen, zugegebenermassen manchmal auch etwas seltsamen Bräuchen, hier bin ich tief verwurzelt. Und dennoch ein Teil in mir fühlte sich diesem damals noch völlig fremden Land seltsam verbunden.

EINE REISE ZU MIR SELBST
Wie gesagt, ich weiss nicht was diesen Wandel damals ausgelöst hat, ich weiss auch nicht warum es in Schottland seinen Anfang nahm, aber ich bin dankbar, dass es stattgefunden hat. Seither bin ich sozusagen zum wandering Pagan geworden. Ich bereise die Welt und entdecke das Kulturelle, das Mystische, aber auch das Spirituelle des jeweiligen Landes.

Wann immer ich nach Schottland zurückkehre, werde ich an diese starke Anziehungskraft erinnert. Wenn ich durch die düster anmutende Altstadt Edinburghs schlendere, spühre ich ihre Geschichte. Aber genauso sehr liebe ich es durch die Natur Schottlands zu wandern, den Boden unter meinen Füssen zu spüren, den Rhythmus des Landes in mir aufzunehmen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, dann kann ich sehr gut nachvollziehen, weshalb J.K. Rowling die Harry Potter Bücher an eben diesem magischen Ort geschrieben hat, genauso sehr wie ich ihre Liebe für dieses Land teile.

Fühlt ihr euch auch mit gewissen Orten besonder verbunden? Wisst ihr weshalb das so ist, oder ist es viel mehr ein Gefühl, das sich nicht beschreiben lässt?
Sonnenuntergang in North Berwick
Wenn wir von Reiseberichten aus Schottland lesen, dann stehen oftmals hauptsächlich die Highlands – vielleicht noch die beiden Grossstädte Edinburgh und Glasgow – im Vordergrund, von den Lowlands ist da dann aber eher selten die Rede.

Eigentlich schade, denn was viele nicht wissen, auch die Lowlands haben einiges zu bieten. Über das Küstenstädtchen North Berwick habe ich an dieser Stelle schon mal kurz berichtet und einen City Guide über Edinburgh gibt es auf dem Blog ja bekanntlich auch schon (siehe hier), doch es gibt noch so viel mehr zu Entdecken.

Gerade die Region der Lowlands hat jedoch nur die typisch verträumte, schöne Küstenlandschaft und zauberhafte Städtchen, sondern auch einiges über seine sehr blutige Vergangenheit zuberichten, denn dieses Gebiet wurde lange Zeit wild umkämpft. Das lässt sich bis heute unter anderem an den vielen Festungen und Burgen, wie zum Beispiel dem Tantallon Castle nahe North Berwick.



Die Lowlands bieten aber auch wunderbar grüne, fruchtbare Landschaften, goldene Felder und traumhafte Hügel, die einer Verfilmung der Artussage entsprungen sein könnte, wohingegen die Landschaft in den Highlands natürlich schon um einiges rauer ist.

Die Grenze zwischen Schottland und England bietet der berühmte Hadrianswall, der zwischen dem zweiten und dem fünften Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung von den Römern erbaut wurde. Ihrer Meinung nach hausten nördlich dieser Mauer (also in Schottland) die wilden und unerschrockenen Bestien, die sie auch mit all ihrer Militärischen Macht nie wirklich zu bezwingen vermochten.Heute erkennt man, mal abgesehen von den vielen Ruinen und Denkmälern, nicht mehr viel der alten Tage und deren Kriege, zum Glück, würde ich mal sagen...

Aber kommen wir wieder zurück in die Gegenwart und schauen uns die Sehenswürdigkeiten der Lowlands etwas genauer an. Wie eben schon erwähnt findet man hier die für dieses Land typischen Städchen mit ihren Backsteinhäusern, den Steinmauern und vieles mehr.

North Berwick
Mit einer Einwohnerzahl von etwa 6600 Einwohnern ist Norh berwick eine süsse, kleine Küstenstadt mit ganz zauberhafte kleinen Läden verschiedenster Art. Sehenswert ist hier sicherlich das Scottish Seabird Centre und der Bassrock, wer sich lieber körperlich etwas betätigen möchte, kann den Hausberg, den North berwick law besteigen und nicht weit entfernt gibt es sogar ein echtes geisterschloss, das Tantallon Castle.

Dunbar, Aberlady & Gullane
Ganz in der Nähe zu North Berwick befinden sich viele hübsche, kleine Städte wie Dunbar, Aberlady und Gullane, wo es übrigens auch eine hervorragende Konditorei gibt mit "echtem" Brot (nur für den Fall, dass es jemandem fehlt: Gullane Kaffeehaus). Wer in Whitekirk vorbei kommt und alte Grabstätten mag, der sollte sich den Friedhof der Whitekirk Parish Church nicht entgehen lassen.
Whitekirk bei Regen
Wer sich gerne Bewegen möchte kann zum Beispiel einen Teil des John Muir Ways laufen, der sich von Dunbar bis nach Helensburgh erstreckt.

Melrose
 Etwas weiter im Landesinneren befindet sich das Städtchen Melrose. Es  bietet sich wunderbar an für ein paar Shopping Möglichkeiten, wer jedoch die grossen Einkaufshäuser sucht, der muss schon eher in Städte wie Edinburgh oder Glasgow. In Melrose gibt es zudem die Berühmte Melrose Abbey, die auf alle Fälle einen Besuch wert ist. Nahe der Stadt befinden sich zudem die Eildon Hills, wo König Artus begraben sein soll und nur wenige Meilen davon entfernt befindet sich Abbotsford House, das Haus des Schriftstellers Sir Walter Scott.

Kelso & Berwick-upon-Tweed
Etwas weiter südlich, nahe der Englischen Grenze befindet sich die kleine Stadt Kelso, mit seinem Marktplatz und der bezaubernden Ruine Kelso Abbey, oder aber das nahegelegene Berwick-Upon-Tweed, das mit seinen knapp 12000 Einwohnern doch schon wieder etwas grösser ist zwar schon zur englischen Grafschaft Northuberland gehört, jedoch gleich an der Grenze zu Schottland liegt.

Rosslyn Chapel
Weiter im Nordosten hingegen, nahe der schottischen Hauptstadt Edinburgh liegt ein kleines Dorf namens Roslin, welches Fans des Filmes The Davinci Code interssieren dürfte. Hier befindet sich nämlich die Kapelle aus dem Film. Ganz in der Nähe befindet sich zudem die Universitätsstadt Sterling, welche nicht nur das Stirling Castle und das Wallace Monument zu bieten hat, sondern einst auch Hauptstadt des Königreichs Schottland war.

Glasgow
Doch auch Glasgow, die grösste Stadt Schottlands ist einen Besuch wert. Mir persönlich gefällt Edinburgh zwar um einiges Besser, da die Stadt ganz einfach einen ganz besonderen Charme hat, doch wer nach Glasgow kommt, wird bereichert mit dessen Kultur, Museen und wunderschönen Parks.
Auf dem John Muir Way in Dunbar
Die Lowlands haben viele weitere kleine Städte zu bieten, lange Strände und naturbelassene Wege. Auch nach meiner dritten Reise in Schottland empfinde ich jeweils eine besondere Ruhe und Entspannung, wenn ich dort bin. Wer nach Schottland geht sollte bereit sein den Moment und die Natur zu geniessen. Ich würde gerne mal zur Weihnachtszeit nach Edinburgh oder Schottland allgemein fahren, oder aber zum Beltane bzw. Samhuinn Festival, das muss spektakulär sein.

Hallo ihr Lieben,

Es ist ja schon fast eine Schande, dass ich in all der Zeit, die ich diesen Blog schreibe, noch kein Wort über diese aussergewöhnliche Stadt Namens Edinburgh berichtet habe. Als Hauptstadt Schottlands verkörpert sie, wie kaum eine andere Stadt, ein ganz zauberhaftes und durchaus geheimnisvolles Flair. Die kleinen Gässchen, die alten Häuser und wunderschönen Gärten lassen einen in sekundenschnelle in eine Welt, wie wir sie aus Harry Potter oder Sherlock Holmes kennen, eintauchen. Der Schottische Dichter Hugh MacDiarmid  drückte diese ganz besondere Stimmung Edinburghs einst folgendermassen aus:

„Edinburgh is a mad Gods dream.“

Ein Satz, der mir bis heute geblieben ist und der es, wie ich finde, ganz gut auf den Punkt bringt. Die schottische Hauptsadt hat wirklich etwas Geheimnisvolles, fast ein wenig Düsteres und auch Verrücktes an sich, und das meine ich im guten Sinne. Für mich ist sie bis heute eine der schönsten Städte, die ich besucht habe. Nicht nur kulturell, vor allem aber auch wegen dieser einzigartigen Stimmung, die sie verbreitet.


Auch wer Fotografie liebt, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen, denn man sagt, das Licht in Edinburgh sei pure Magic - reine Magie, was ich nur bestätigen kann. Nicht umsonst habe ich mich damals 2006, bei meinem ersten Besuch in Edinburgh auf Anhieb in die Stadt verliebt.

SEHENSWÜRDIGKEITEN
Nebst den wohl bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Edinburgh Castle, dem Hollyroodhouse, wo die königliche Familie jeweils residiert, wenn sie nach Schottland kommt und diversen Museen, gibt es hier auch wundervolle Parks in denen man sowohl entspannen, als auch aktiv etwas unternehmen kann. Oder man schlendert ganz einfach durch die vielen Gässchen, setzt sich in eines der charmanten Cafés und geniesst das Flair.

New Town and Old Town
Als Stadt der sieben Hügel kann Edinburghs Stadtmitte grob in New Town und Old Town unterteilt werden. Die Old Town, welche unter anderem auch das Edinburgh Castle zu bieten hat, ist, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, den alten Teil der Stadt. Mit seinen vielen kleinen und engen Gässchen und den historischen Gebäuden, hat Old Town wirklich ein aussergewöhnliches Flair. Während New Town alles zu bieten hat, was das Shoppingherz begehrt. Etwas moderner, aber auf keinen Fall weniger sehenswert ist dieser neue Teil der Stadt.

Princes Street
Die Princess Street ist einfach perfekt um Einkäufe zu tätigen. Als südlichste Strasse der New Town bietet sie ausserdem eine einmalige Aussicht auf die Princes Street Gardens und Old Town.

Royal Mile
Auch die Royal Mile bietet so einiges an Einkaufsmöglichkeiten an, allerdings findet man hier dann doch eher Souvenirs und vor allem sehr viele Touristen. Sehenswert ist sie aber allemal und sollte einem bisher noch kein Dudelsackspieler über den Weg gelaufen sein, dann wird das hier ganz bestimmt der Fall sein. Also Kamera raus und los geht's!

Edinburgh Castle
Am Ende der Royal Mile befindet sich das Edinburgh Castle, es thront auf dem Castle Rock, der nichts anderes ist als ein erloschener Vulkan, und überblickt auf ihm die Stadt. Die Aussicht von dort oben ist super, allerdings ist der Eintritt nicht ganz ohne und die Wartezeit für die Tickets kann auch ganz schön lang werden. Hier findet übrigens auch das weltberühmte alljährliche Tattoo Festival statt.

Palace of Hollyroodhouse
Dies ist die offizielle Residenz der Königin von Grossbritannien, wenn sie sich in Edinburgh aufhält, was übrigens jeden Sommer der Fall ist.

National Museum of Scotland
Die Stadt hat Kulturell sehr viel zu bieten, so wird es wohl kaum überraschen, dass Edinburgh auch so einiges an Museen bereit hat. Das e wohl berühmteste Museum ist das National Museum of Scotland, welches sich gleich an der Ecke der George IV Bridge und der Chambers Street befindet.

Greyfriars Kirk und Greyfriars Kirkyard
Gleich gegenüber des Museums befindet sich übrigens eine Kirche mit einem wunderbaren Friedhof. Wer alte Gräber und Kirchen mag, der ist hier richtig. (Ja, ich weiss, da kommt meine makabre Seite zum Vorschein, aber ein Besuch lohnt sich wirklich!)

Royal Yacht “Britannia”
Etwas ausserhalb, aber dennoch sehenswert ist die Britannia, die Königliche Yacht Grossbritanniens und für jeden Schiffs- oder Geschichtsliebhaber ein MUSS.

AKTIVITÄTEN
Edinburgh ist unter anderem auch bekannt für seine vielen Festivals während des Sommers. Eines der bekanntesten ist wohl das Alljährliche Tattoo Festival, aber auch das FringeFestival oder Edinburgh Internatinal Film Festival, welches jeweils im Juni stattfindet, sind eine Reise wert. Nicht zu vergessen das älteste offizielle Beltaine Fest der Welt!

Wer kein besonderer Festivalfan ist und lieber auf ganz besondere Weise etwas über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, der ist bei Real Mary King's Close genau richtig. Hier kann man eine geführte Tour durch die mittelalterlichen Gassen Edinburghs buchen und erfährt so einiges über das Leben hier im Mittelalter. Wer es etwas gruseliger mag, der sollte sich bei Ghost and Ghouls-Tour über deren Touren schlau machen. Hier erfährt man nämlich so einiges an alten Geistergeschichten aus der Stadt, natürlich gibt es auch sonst ein paar wirklich gute Informationen über die Stadtgeschichte.


Wer es lieber aktiver hat, der bekommt in Edinburgh viele wunderbare Möglichkeiten sich etwas zu bewegen. Mal abgesehen davon, dass sich die Stadt zu Fuss erkunden lässt, gibt es ja in Edinburgh so den ein oder anderen Hügel zu besteigen.

Calton Hill
Eines meiner nächsten Ziele, was Edinburgh betrifft ist der Calton Hill. Von dort aus gibt es nicht nur ein zauberhaftes Panoramabild zu machen (wenn möglich geht zu Sonnenuntergang hinauf), sondern auch das National Monument of Scotland, sowie das Dougald Stewart Monument und sogar eine Gallerie.

Princes Street Gardens
Gleich an der berühmten Princes Street gelegen, befindet sich der Princes Street Garden. Er bietet einen wunderbaren Ort um sich zu Entspannen, ausserdem befindet sich hier auch das berühmte Scott Monument., zu Ehren des Schottischen Schriftstellers Sir Walter Scott.





ESSEN & TRINKEN IN DER STADT
Es gibt unzählig viele Restaurants und Cafés in Endiburgh. Eines der berühmtesten mit garantierter "Pub-Stimmung" ist da wohl die Deacon Brodies Tavern, wo es einfache Gerichte wie Fish'n'Chips oder auch Burgers gibt und natürlich leckere Biere gibt. Da es allerdings sehr beliebt ist, ist es bestimmt nicht einer der ruhigsten Orte um etwas zu Essen. Vorher zu reservieren ist zudem sich auch nicht falsch, da es eben immer gut besucht ist. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem White Hart Inn Restaurant. Es befindet sich in hervorragender Lage, ist nicht allzu gross, hat jedoch eine sehr nette Bedienung, live Musik und gutes Essen. Ausserdem gilt es als "Edinburgh's oldes Husband Day Care Centre". ;)

Etwas weniger bekannt, aber durchaus aus gut besucht und ein echter Geheimtipp ist das Maggie Dicksons Pub, welches seinen Namen übrigens einer ganz, nun ja, SPEZIELLE Geschichte zu verdanken hat.

An der Ecke zu Waterloo Place und Leith Street befindet sich das Martone Restaurant, ein Italienisches Restaurant, dass übrigens auch super leckeres Eis hat.

Wer etwas für einen speziellen Anlass sucht, der sollte das Grain Store Restaurant aufsuchen, die rustikale Atmosphäre und die moderne Küche dort sind wirklich aussergewöhnlich und wer ein gutes vegetarisches oder veganes Restaurant sucht, der wir im The Baked Potato Shop fündig.

Wie schon erwähnt könnte man da die Liste noch endlos weiterführen, ich könnte auch noch erwähnen, dass es in Edinburgh selbstverständlich auch ein Hard Rock Café hat, möchte jedoch lieber jedem Besucher ans Herz legen, die kleineren Pubs aufzusuchen und sich unters Volk zu mischen. Da können nämlich ein paar ganz nette und herzliche Überraschungen auf uns warten.

FORTBEWEGUNG IN DER STADT
Von Edinburgh Flughafen erreicht man die Stadt ganz einfach mit einem der Shuttle Busse. Edinburgh ist eine übersichtliche Stadt und lässt sich am besten zu Fuss erkunden. Natürlich gibt es aber auch hier die berühmten Sightseeing Busse, mit denen Man ganz einfach durch die Stadt kommt und bei den berühmtesten Sehenswürdigkeiten ein oder eben aussteigen kann. Hier kann man zwischen zwei Touren auswählen und entweder die Stadt-Innentour nehmen, die einen durch die vielen berühmten Sehenswürdigkeiten führt. Oder aber die andere Tour, die auch etwas aus der Stadt hinausführt und zum Beispiel auch zur Britannia fährt.

Wer allerdings schon weiss was er sich ansehen möchte, der kann wie schon gesagt auch ganz einfach mit dem Stadtplan zu Fuss die Stadt erkunden, die vielen kleinen Gässchen zu Fuss zu erkunden ist es auf jeden Fall wert. Deshalb kann ich nur empfehlen gutes Schuhwerk anzuziehen, damit der Spass nicht durch schmerzende Schuhe geschmälert wird, denn nicht vergessen, Edinburgh ist auch bekannt als die Stadt der sieben Hügel.

Wichtig! Auch mit dabei sollte immer ein Schirm sein, denn das Wetter in Schottland ändert schnell.


WEITERE INTERESSANTE TIPPS
  • Insider Tipps zu Edinburgh!
  • Potter Trail: Potterheads aufgepasst! Ein ganz besonderes Erlebnis für Harry Potter Fans ist der Potter Trail. Diese Walking Tour führt durch die vielen kleinen Gässchen der Stadt und zeigt so den ein oder anderen Insider der Harry Potter Welt. So zum Beispiel erfährt man unter anderem, welche Plätze J.K. Rowling  für ihre Bücher inspiriert haben, wo sie gerne geschrieben hat und sogar wo sich Tom Riddles Grab befindet.


    Hallo meine Lieben,

    Heute berichte ich euch über den zweiten Teil unserer Schottlandreise, denn schon am Tag nach unserer Ankunft wurden unsere anfänglichen Pläne ganz schön durcheinander gebracht. Eigentlich war ein Ausflug nach Edinburgh mit dem Zug geplant, doch leider hat uns ein defektes Bahngleis einen Strich durch die Rechnung gemacht und so mussten wir überlegen, was wir stattdessen unternehmen wollten.

    Kurzerhand haben wir dann beschlossen einen Tag früher als geplant in die schottischen Highlands aufzubrechen, haben telefonisch noch rasch ein Hotel auf der Isle of Skye organiziert, ein paar Sachen gepackt und sind losgefahren. Für unsere erste Nach in in Fort William würden wir vor Ort ein Bed & Breakfast suchen.

    UNSERE HIGHLAND REISEROUTE 2015
    Schon während meiner zweiten Schottlandreise im Jahr 2009 konnte ich die Highlands ein wenig erkunden. Damals ging unser Roadtrip über Stirling zum Eilean Donan Castle und hoch bis nach Inverness.

    Dieses Mal sah unsere Route etwas anders aus, unser Ziel für den Abend war Fort William, das ich schon von früher kannte, danach sollte es allerdings noch weiter gehen, vorbei am Eilean Donan Castle, bis zur berühmten Isle of Skye, wo wir die Nacht in Portree verbringen würden.


    Das Wetter war, na ja, schottisch halt. Es war regnerischer, als ich es mir von den letzten Reisen hierhin gewohnt war. Allerdings muss ich auch sagen, dass es der Stimmung keinen Abbruch getan hat. Die Regenjacke ausgepackt, ein gutes Paar Wanderschuhe angezogen und schon konnte unsere Reise durch die wilde Natur Schottlands losgehen.

    FORT WILLIAM
    Die erste Nacht in mitten der schottischen Highlands verbrachten wir in Fort William, in einem unglaublich süssen Bed & Breakfast. Das Städtchen allerdings, muss ich zugeben, hat mir noch nie besonders gefallen. Und doch bietet es ganz einfach einen hervorragenden Ort für einen Zwischenstopp, denn von Fort William aus, sind viele Sehenswürdigkeiten der Highlands gut zu erreichen.

    GLENFINNAN - EIN MAGISCHER ORT
    Wenn es irgendwo einen mystischen Ort zu entdecken gibt, bin ich nie weit. Wenn dieser Ort dann aber auch noch etwas mit Film zu tun hat, ist das für mich fast schon wie ein Sechser im Lotto. Eher zufällig sind wir auf diesen ganz besonderen Ort aufmerksam geworden, nämlich dank unserer Gastgeberin in Fort William. Diese fragte uns nämlich ob wir Harry Potter mögen würden, ich meine, was ist das bitte für eine Frage? Schlisslich bin ich eine Stolze Slytherin.

    Das damals gewisse Bilder für den Film in Schottland entstanden sind, wusste ich zwar, doch ich hatte keine Ahnung, dass der Dreort so nahe lag. Na, erkennt jemand an den Bildern, was ich meine? Zugegeben, das Wetter war uns nicht so wohlgesinnt wie es den Bildern im Film war, dennoch hatte dieser Ort etwas absolut surreales für mich.

    Nicht weit von Fort William entfernt befindet sich das berühmte Glenfinnan Monument. Gleich nebenan und mittlerweile noch berühmter, befindet sich das Glenfinnan-Viadukt. Dieses Viadukt, wer hätte es gedacht, ist heute so bekannt, dass es praktisch jedes Kind kennt.




    MIT DEM HOGWARTS EXPRESS AUF HARRY POTTERS SPUREN
    Das Glenfinnan Viadukt ist nämlich ein Eisenbahn-Viadukt und zwar das, welches als Kulisse für den berühmten Hogwarts Express diente. Der Zug also, in dem Harry Potter und seine Freunde durch die wilde Natur Grossbritanniens fahren.

    Vermutlich stand mit der Begriff "Potterhead" auf die Stirn geschrieben, denn unsere Gastgeberin fragte mich, ob wir hier seien um Harry Potter zu sehen. So haben wir bei unserer Weiterreise noch kurzerhand diesen einzigartigen Ort besucht, bevor es weiter ging in Richtung Eilean Donan Castle.

    EILEAN DONAN CASTLE
    Eines der für mich schönsten und eindrucksvollsten Schlösser Schottlands ist das Eilean Donan Castle. Es Thront über Loch Duich wie kein anderes. Seinen Namen hat das Schloss vom Hl. Donnán von Eigg, einem keltischen Märtyrer aus dem 6. Jahrhundert.

    Vor sechs Jahren allerdings war uns das Wetter wohlgesinnter und die Fotos konnte bei Sonnenschein geschossen werden. Dieses Mal hatten wir nicht soviel Glück, dafür aber enstand eine ganz andere Szenerie, mystischer und geheimnisvoller.


    ISLE OF SKYE - FEEN INSEL
    Nur einen Katzensprung vom Eilean Donan entfernt liegt die die sagenumwobene Isle of Skye. Skye ist eine Insel Schottland und liegt in Nordwesten des Landes. Unzählige Sagen ranken sich um sie und manch einer schwört, dass das kleine Volk hier reichlich vertreten ist - was ich mittlerweile übrigens auch bestätigen kann. Obschon ich dieses Gefühl von "nicht allein sein" schon bei unserem B&B in Fort William sehr stark hatte.


    Die Insel ist von verschiedenen Orten aus mit der Fähre oder aber durch die Brücke "Skye Bridge" erreichbar und bietet so einiges für Naturliebhaber.

    Der Old Man of Storr zum Beispiel, der ein wenig an Obelix Hinkelstein erinnert, überragt die mystische Landschaft im Norden Skyes. Wir sind noch an unserem Ankunftstag zum Storr aufgebrochen und sind etwas über eine Stunde lang dem Gipfel entgegen gestiegen (Bis ganz nach oben dauert es allerdings ungefähr zwei Stunden).


    Leider waren wir zu wenig vorbereitet um bis ganz nach oben zu gelangen, der letzte Teil des Anstiegs ist nicht nur windig, sondern auch recht matschig.

    Steil ist es auch und das schon von Anfang an, wer den Anstieg bis ganz nach oben wagen möchte, sollte sich also gut darauf vorbereiten und Wanderschuhe, wie auch Wind- und Regenjacke auf jeden Fall mit dabei haben.

    Das nächste Mal wird der Aufstieg bis ganz nach oben definitiv noch nachgeholt. Eine atemberaubende Aussicht gab es aber auch schon für uns in der Hälfte des Weges.


    Ganz in der nähe des Old Man of Storr ist der Kilt Rock, der seinen Namen der Felsform zu verdanken hat, welcher nämlich aussieht wie ein schottischer Kilt, also ein Schottenrock. Da die beiden Sehenswürdigkeiten nicht sehr weit voneinander entfernt sind, lässt sich beides gut für einen Tagesausflug verbinden.

    EIN ORT DER FEEN
    Auch bekannt ist der Fairy Glen im Norden oder aber die Fairy Pools im Süden der Insel, auf die mich ein Bekannter aus Schottland aufmerksam gemacht hat. Hier, meine Lieben, hausen die Feen höchst persönlich. Die Hügel, beziehungsweise die Feenbäder, sind dieses Mal definitiv noch auf meine Bucket List gewandert, zusammen mit dem Gipfel des Old Man of Storr.

    Mehr Infos zur Isle of Skye und was man dort alles unternehmen kann, gibt es auf der offiziellen Seite IsleofSkye.com