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Ihr Lieben,

Bei meinem letzten Blogeintrag stand der Sommer noch in den Startlöchern, doch mittlerweile befinden wir uns schon wieder mitten im Spätsommer und die ersten Anzeichen des Herbstes sind teilweise schon leicht zu spüren. Mich stört es nicht sonderlich, da ich grosse Hitze ohnehin nicht besonders gut vertrage und dennoch begegne ich diesen Übergängen immer mit einem lachenden und einem weinenden Augen, weil mich jede unserer Jahreszeiten so sehr fasziniert.

Obwohl ich noch einiges über meine dies- und letztjährigen Reisen zu berichten hätte, ist mir im Moment überhaupt nicht danach. Ich habe mein Leben entschleunigt, dazu gehört auch erst dann über etwas zu berichten, wenn es sich vollkommen richtig anfühlt. Derweil geniesse ich lieber die letzten
Wochen meines entschleunigten Sommers und lasse die Eindrücke der vergangenen Monate auf mich wirken.

Der bevorstehende Herbst verspricht eine spannende Zeit, von der ich zugegebenermassen noch nicht so genau weiss wie viel Zeit sie mir effektiv zum schreiben lässt. Doch ohnehin beginnt mit dem Herbst für mich die Phase der Einkehr, in der sich der Beginn meines Studiums wunderbar anbietet. Für mich beginnt eine neue Zeit des Wachstums, in der ich vielleicht auch das ein oder andere Mal an meine Grenzen stossen werde, doch ich freue mich auf all das, was ich lernen und vertiefen darf.

Bis dahin, ihr Lieben, wünsche ich euch einen zauberhaften Spätsommer. Geniesst ihn in vollen Zügen, mit all euren Sinnen.



Der Sommer ist da! Das merke ich nicht zuletzt an den kürzlich drastisch angestiegenen Temperaturen von bis zu 30°C, wo wir doch eine Woche zuvor noch etwa 14°C hatten und ich nicht so recht wusste, ob ich mit oder ohne Jacke aus dem Haus gehen soll, wenn der Tag eventuell doch noch ein wenig mehr Wärme versprach. Jetzt also definitiv keine Jacke mehr, er sei denn ich wünsche eine tragbare Sauna.

Bis zum Sommerurlaub sind es nur noch wenige Wochen und ich freue mich jetzt schon auf ein paar entspannte Wochen am Meer. Allerdings versuche ich auch ohne Urlaub genug Ruhe und Zeit für mich zu finden, Zeit um Körper und Seele wieder in Balance zu bringen, ihnen genug Raum zur Erholung zu geben und all das, was ich während der vergangenen Monate alles lernen durfte umzusetzen. Nicht immer fällt es mir leicht und ab und an gelingt es mir überhaupt nicht. Die meiste Zeit allerdings klappt es ganz gut, besser sogar, als ich anfangs gedacht hätte.

Natürlich gesund: Mehr als "nur" ein gesunder Körper
Natürlich gesund zu sein heisst für mich nicht nur mich möglichst ausgewogen zu ernähren, regelmässig Sport zu machen und, wenn mich eine Erkältung oder ähnliches erwischt mir mit natürlichen Heilmethoden zu helfen wissen. Es heisst für mich auch meine Psyche gesund zu halten. Etwas, was nach wie vor bei vielen eher mal vergessen geht. Aber wieso eigentlich? Schliesslich achten wir auch auf unseren Körper, schauen, dass er gesund bleibt und wenn er gesund ist, dann ist das schon sehr viel wert. Aber warum fällt es uns in Sachen Psyche denn so schwer? Und das obwohl wir mittlerweile doch wissen, wie viel Einfluss unser Seelisches Wohlbefinden auf unser ganzes Sein hat, ja, auch auf den Körper.

Ich will hier nicht zu tief in die Psychologie eintauchen, doch gerade weil ich auf diesem Blog eben unter anderem auch über natürliche Gesundheit schreibe, gehört ein kurzer Ausflug in die psychische Hygiene mit dazu. Sport zum Beispiel, oder sagen wir etwas verallgemeinert Bewegung ist nicht nur für unseren Köper gut, sondern hilft auch unserem Wohlbefinden, gerade ein Spaziergang in der Natur tut unserer Psyche sehr gut. Ebenso soziale Kontakte und dabei meine ich nicht die Menge an Freunden auf Facebook, sondern die Qualität unserer Beziehungen im Alltag. Erwiesen ist mittlerweile aber auch, dass das Empfinden und Ausdrücken von Dankbarkeit unsere psychische Gesundheit positiv unterstütz, nicht zu vergessen die eben schon erwähnten Zeiten der Ruhe und Entspannung. 

Auch auf meinen Reisen, beim Entdecken verschiedener Kulturen erfahre ich viel zum Thema Wohlbefinden und Glück und auch wenn das den einen oder anderen erstaunen mag, aber die Menge an materiellem Wohlstand beeinflusst das Wohlbefinden der Menschen nur sehr gering. Das hat mittlerweile nicht nur die Wissenschaft herausgefunden, das bestätigt sich mir auch immer wieder auf meinen Reisen. Stattdessen sind es die Begegnungen mit aussergewöhnlichen Menschen, deren Geschichten und gemeinsame Erlebnisse, die mich auch noch lange nach meinen Reisen positiv beeinflussen. Oder aber wie es sich anfühlt barfuss durch den Sand und auf einer Wiese zu laufen, wie sich das kalte Wasser an meinem Körper anfühlt und wie mich das sanfte Rauschen der Blätter im Wald anfühlt.

Es stimmt schon, nicht alles liegt in unserer Hand. Nicht alles im Leben können wir nach unseren Vorstellungen beeinflussen, dennoch können wir selbst einiges zu unserem eigenen Wohlbefinden beitragen.

Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Bei uns ging es ziemlich ruhig zu mit leckerem Essen, spannenden Gesprächen und einem guten Film im Anschluss. Das Vergangene Jahr war eine ganz schön grosse Herausforderung für mich, weshalb ich mich dankbar und voller Elan ins neue Jahr begebe (nein, ich stürze mich nicht, ich begebe mich ganz bewusst - auch das, eine der gelernen Lektionen 2018).

Überhaupt war ich während der vergangenen Monate damit beschäftigt das Thema Slow Living und Slow Traveling mehr und mehr in meinen Alltag zu integrieren, dazu wird es auf Ard de vivre dieses Jahr noch einiges zu lesen geben. Mein erster Artikel zum Thema Slow Travel steht sogar schon in den Startlöchern, da braucht es nur noch den Feinschliff, danach kann ich ihn mit euch teilen.

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres habe ich den ein oder anderen Blick zurückgeworfen und dankbar festgestellt wieviel Wunderbares ich bisher schon erleben durfte. Jetzt, mit 30 sehe ich vieles anders, nehme das Leben gelassener, lasse mich viel weniger von der Meinung anderer beeinflussen. Ja, ich bin bereit. Bereit für einen neuen Lebensabschnitt, bereit all die wunderbaren, furchteinflössenden, spannenden, aufregenden Abenteuer zu erleben, bereit für 2019.

Da bleibt mir nur noch eines übrig zu sagen und zwar: Bring it on 2019! Und ich hoffe natürlich ihr seid auch wieder mit dabei.

Habt alle einen zauberhaften Abend.

Eure Nicky

Let's talks about 2019

by on Januar 16, 2019
Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Bei uns ging es ziemlich ruhig zu mit leckerem Essen, spannenden ...

Über sieben Jahren schreibe ich diesen Blog schon, das ist ganz schön lange, vor allem für die schnelllebige Internetwelt. Damals war alles noch ein wenig anders, nicht nur der Blogname, der im Laufe der Zeit von Both Sides of Life zu Woman Up wurde - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Vor allem aber auch die Bloggercommunity war noch ganz anders, diverser, wohlwollender, ehrlicher. Doch ich will an dieser Stelle nicht über die gute alte Zeit sinnieren, denn auch heute gibt es viel Positives. Wer hätte damals gedacht, dass man mit Bloggen Geld verdienen, ja sogar davon leben könnte – vermutlich die wenigsten. Das ist wunderbar, hat aber, wie alles im Leben auch seine Schattenseiten. Followerzahlen und Klicks stehen mittlerweile im Vordergrund, nicht mehr Austausch mit unseren Mitmenschen und der Ausdruck von Kreativität über Wort und Bild.

Ein Trend, der mich, als Bloggerin, wenn ich ehrlich bin, einen Dreck interessiert (entschuldigt die Ausdrucksweise) und das sind natürlich keine guten Voraussetzungen um im Netz Geld zu verdienen. Deshalb hatte ich, nach reiflicher Überlegung, schon im März diesen Jahres angekündigt, dass ich meinen Blog künftig nur noch rein privat führen werde. Gesagt, getan, mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen. 

Meine Gründe nicht mehr als Reisebloggerin zu arbeiten
Nebst dem schon erwähnten Grund, dass mein Interesse an Followerzahlen und Klicks sich sehr in Grenzen hält musste ich im Laufe der Zeit zunehmend feststellen, dass ich mit dem Image der Reisebloggerszene zunehmend auf Kriegsfuss war, nicht mit anderen Bloggern persönlich, versteht mich nicht falsch, aber mit dem Einheitsbrei allgemein, den wir Blogger mittlerweile auf die Welten des WWW loslassen. Ich merkte, wie auch ich immer mehr Einheitsbrei zu liefern begann, nur um „dazuzugehören“ und das störte mich enorm. 

Irgendwie kam ich mit dieser Oberflächlichkeit der Professionellen Bloggerszene nicht mehr zurecht. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld geht, doch irgendwie schien sich alles nur noch ums Ländersammel-Statussymbol-Dings zu drehen, was noch nie meins war (wie du hier nachlesen kanst). Ich merkte, dass ich wohl ganz einfach aus anderen Gründen reise und damit wohl doch nicht so ganz ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer" passte. Und das ist auch völlig okay. Wenn etwas, dass sich doch eigentlich richtig anfühlen müsste sich dann aber so falsch anfühlt, sollte man sich allerdings die Zeit nehmen um ehrlich zu sich selbst zu sein. So bin ich zum Entschluss gelangt, dass ich meinem Glück, meiner Kreativität und Authentizität zuliebe keine Aufträge als Reisebloggerin mehr ausführen werde.

Manchmal werde ich gefragt, ob ich mich nicht darüber ärgere meine Weiterbildung im Online Bereich gemacht zu haben und jetzt eine neue berufliche Richtung einzuschlagen, doch das sehe ich nicht so. Während der vergangenen Jahre durfte ich sehr viel Wertvolles lernen, nicht nur, wie viel Arbeit hinter einem gut geführten Online Business steckt, vor allem aber auch wie viel Mut und Selbstvertrauen es braucht etwas zu wagen, was man vorher noch nie gewagt hat, etwas, wo kein Vorgesetzter und kein Team dahintersteht, die einem den Rücken stärken, etwas wo man von mancher Seite auch Missgunst spürt und man lernen muss damit umzugehen. Also nein, ich ärgere mich nicht darüber, im Gegenteil. Ich bin stolz, dass ich es gewagt habe, dass ich daran gewachsen bin und würde es, im richtigen Kontext, immer wieder tun.

Der Fokus ändert sich – eine neue Perspektive
Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte. Ein weiterer Grund für mein Entscheid ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am Verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus?

Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen. 

Für die vielen spannenden Erfahrungen der letzten Jahre bin ich sehr dankbar, sie haben mich wachsen lassen, sowohl als Digital Enterpreneur, als auch privat. Doch jetzt ist es Zeit die Segel neu zu setzen und einer neuen Windrichtung zu folgen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.


Stay weird. Stay wild.
Nicky


Nachdem ich irgendwie weg war, bin ich mittlerweile irgendwie zurück. Na ja, noch nicht ganz, denn diese Woche feiere ich meinen 30. Geburtstag und da werde ich nochmals für ein paar Tage  abtauchen, geniessen, feiern und was man sonst noch so alles macht. Reisen zum Beispiel, denn ich werde meinen Geburtstag an einem meiner liebsten Orte verbringen - in Schottland.

Ja, ich bin ein Mabon-Kind, weshalb ich mich zur Herbstzeit vermutlich so pudelwohl fühle. Na gut, auch den Frühling mag ich sehr gerne, aber der Herbst gefällt mir einfach noch eine Spur besser. Jetzt, das heisst nur wenige Tage vor der Abreise, spüre ich die ganz besondere Atmosphäre Mabons, des alten Erntedankfestes. Denn nebst der grossen Vorfreude auf unseren Ausflug, fühle vor allem auch eine unglaubliche Dankbarkeit. Auch wenn noch nicht in ganz allen Bereichen alles so läuft, wie ich es mir wünsche, scheinen diese Sorgen seit ein paar Tagen völlig in den Hitergrund zu rücken. Anderes ist wichtiger, die bevorstehende Zeit mit meinen Lieben, gemeinsame Momente, das ist jetzt alles was zählt. Alles andere, wird sich dann früher oder später schon iregendwie einfügen.

Wer jetzt nicht wissen sollte was denn Mabon eigentlich ist und um was es da geht, bei der Frau Birkenbaum gibt es einen ganz zauberhaften Artikel dazu: Herbst- Tagundnachtgleiche: Alte Rituale und Bräuche.

Ihr Lieben, bis ganz bald und bis dahin wünsche ich euch eine ganz zauberhafte Mabon-Zeit mit vielen wunderbaren Herbstfarben.

Eure Nicky