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Okay, wo fange ich am besten an? Also erst einmal bin ich ein absoluter Fan des Kaufleuten Konzertsaals. Er ist zwar nicht ganz so gross, aber aber einen unglaublichen Charme. Ich mag kleinere Konzerträume, Hallenstadion oder andere grosse Orte sind da eher nicht so meine. .Klar manchmal bleibt mir keine Wahl, aber so war es einfach perfekt.

Am letzten Montag jedoch hat er sich nicht nur von seiner Schokoladenseite gezeigt, denn schon nach den ersten fünf Minuten nach Konzertbeginn ist uns allen der Schweiss nur so von der Stirn gelaufen. Es wurde sogar so heiss, dass die Band uns allen eine Pause gönnen musste, ich glaube Gentleman hatte angst, dass uns sonst noch jemand umfallen würde. Also wurde grosszügig von ihm Wasser verteilt und dann gab es noch eine 20 Minütige Pause.

Aber ich will euch schliesslich nicht mit Konzertsaalinfos langweilen. Viel lieber möchte ich euch vom Konzert selber, der Musik, der Band berichten. Gentleman hat uns am Montag so einiges geboten und ich kann beruhigt behaupten, dass war eines der besten Konzerte an denen ich bisher war.



Mit Gästen wie Daddy Rings und Marcia Griffiths, einer HAMMER Band und sehr viel positiver Energie hat uns Gentleman durch den Abend geführt. Ganz ehrlich, ich habe ein gutes Konzert erwartet, aber dass es so gut werden würde, das habe ich nicht erwartet.

Wir waren, wie könnte es auch anders sein, natürlich wieder ganz vorne mit dabei, in der zweiten Reihe, das heisst, ausser Spuckgefahr und konnten das Konzert von ganz nah geniessen. Der ganze Saal hat getanzt, gesungen und gerockt. Doch überzeugt euch ganz einfach selbst!


Gentleman, immer wieder gerne!

PEACE
Für mich als Film- und Musikfan gab es am Samstag vor einer Woche ein echtes Highlight zu erleben. Wem der Begriff Hans Zimmer etwas sagt, weiss, dass hier einer der bekanntesten und einflussreichsten Filmkomponisten unserer Zeit gemeint ist. Jeder von uns kennt seine Werke, wenn auch vielleicht nicht jeder gleich die Brücke zu ihm schlägt. The Lion KingGladiator, oder Pirates of the Caribbean? Kennt ihr? Wusste ich’s doch und ja, die Filmmusik wurde von eben diesem Herren komponiert.



Mit seiner Band, einem Orchester und einem Chor ist Hans Zimmer derzeit auf Tournee und nimmt uns mit in die Welt der Filmmusik. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich wohl die meiste Zeit über mit Gänsehaut dagesessen bin und aus dem Staunen gar nicht mehr herauskam.

Einzig die Lokalität hätte besser sein können. Auch wenn das Zürcher Hallenstadion die grösste Konzertlokalität der Schweiz sein mag, rein akustisch gesehen war sie bestimmt nicht die beste Wahl, da die Töne gerne mal frisch fröhlich wiederhallen, was wirklich schade ist. Ausserdem  ist es für mich zugegebenermassen auch immer eine kleine bis mittelschwere Katastrophe, wenn ich mich auf ein Konzert oder Event freue, euch davon auf dem Blog berichten möchte und dann während des Anlasses aber nicht mal ein einziges Foto schiessen darf. Genau das ist mir passiert und ich musste meine Fotokamera leider abgeben (dafür sogar zweimal anstehen und dazu noch was bezahlen) - Berufsrisiko eines Bloggers, könnte man sagen. Wirklich ärgerlich aber was will man machen, da muss man sich eben den Regeln beugen. Für mich war allerdings schon im Vornherein klar, hätte ich die Wahl gehabt ihn in einer anderen Lokalität zu geniessen, hätte ich es getan. Das war aber verständlicherweise nicht der Fall. Also habe ich brav meine Kamera abgegeben, weshalb ich für euch leider keine selbstgemachten Fotos habe.

Zwar habe ich einen kurzen Moment überlegt, den Blogbeitrag deswegen ganz einfach sausen zu lassen, schliesslich habe ich genügend andere Themen und Events über die ich berichten kann und ich mag es grundsätzlich nicht euch einen Beitrag zu liefern ohne gute Fotos. Dennoch möchte ich  nicht die Künstler, die so hervorragende Arbeit leisten,bestrafen, indem ich ihre Arbeit totschweige, nur weil irgendwer entschieden hat, dass Fotokameras in der Konzerthalle verboten sind.

Nichtsdestotrotz war es ein aussergewöhnliches und unvergessliches Erlebnis. Hans Zimmer und sein Orchester - man merkt einfach, dass da Hollywood am Hebel sitzt. Musik und Show waren fantatstisch!

Das Opening fing mit dem Lied "Driving" von Driving Miss Daisy an und wurde zu einem schönen Medley mit "Discombubulate aus Sherlock Holmes und Zoosters Breakout aus Madagascar. Hans Zimmer selbst erzählte und zwischendurch immer wieder die eine oder andere Anekdote aus seinem Leben was nicht nur witzig, sondern auch sehr spannend war und tja was soll ich sagen, der Abend war lang, für uns Zuschauer jedoch sehr kurzweilig.

"The blues tells a story. Every line of the blues has a meaning." - John Lee Hooker
John Primer

Den Spirit des Blues haben wir letzten Samstag am Blues Festival in Baden gespürt. Im Nordportal, oder sollte ich sagen, gleich um die Ecke, fanden sich Bluesbegeisterte zusammen um gemeinsam mit der  Band des Chicago Blues: A Living History den Spirit des Blues zu ergründen.

Zugegeben, ganz so authentisch wie im Kingston Mines damals war es hier nicht, dennoch stand dieser Abend jenen in Chicago in kaum etwas nach. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr und bis dahin freue ich mich erst mal auf den September, denn da werden wir wieder ein wenig authentischen Blues schnüffeln dürfen.

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen zauberhaften Abend.
Ihr Lieben, was für ein Wochenende. Spiel, Spass, Spannung...oder wie was das noch gleich? ;)

Anlässlich des 9. Zürcher Film Festivals war ich ja letztes Wochenende schon mit der Kamera unterwegs.  Am Freitag sollte dann ein weiterer Schauspieler von mir abgelichtet werden, doch irgendwie kommt es immer anders als geplant...

Als Dee und ich am Eingang des Kinos ankamen um uns einen guten Platz zu ergattern, trafen wir auf eine junge Frau, die uns auch promt angesprochen und gefragt hat, ob wir noch zwei Eintrittstickets für die Vorstellung wollten. (Für die seit Tagen ausverkaufte Vorstellung wohlgemerkt). Im ersten Moment haben Dee und ich gar nicht realisiert, was die Gute uns da gefragt hat und erst nach ein paar Sekunden verwirrter Stille, einem kurzen Blickaustausch zwischen Dee und mir, willigten wir SELBSTVERSTÄNDLICH ein.

Wer würde denn schon NEIN sagen, wenn er die Chance erhält einer der wohl bekanntesten Filme der Kinogeschichte auf der grossen Leinwand zu sehen und danach noch live an der Preisübergabe teilzunehmen? Aber ganz ehrlich, es hat schon noch ein paar weitere Minuten gedauert - nein - ehrlich gesagt habe ich es erst wirklich realisiert, als wir auf unseren Plätzen im Kino sassen.

Spontan unsere Pläne für den Abend umgekrempelt, noch was gegessen, ging es auch schon los. Und wieder gab es einen "sexiest Man alive" zu sehen, wenn dieser auch schon etwas in die Jahre gekommen ist - eine Legende ist und bleibt er allemal.

Dieses Mal kamen wir dem Star nicht ganz so nah wie letzten Samstag, dafür live dabei zu sein, das war es allemal wert und wohl ein einmaliges Erlebnis!


Nicht zu vergessen das Konzert des Musikers Jonny Lang am Sonntag!
Dee und ich natürlich wieder in der vordersten Reihe, wo sonst? ;)
Allblues.ch schreibt zu Lang:
"schon 1995 – im zarten Alter von 14 Jahren! – veröffentlichte das damalige «Wunderkind» sein erstes Album, mit dem er die Fachwelt verblüffte. Nach ruhigeren Jahren ist Jonny Lang nun mit neuem Album und seiner mitreissenden Mélange aus Blues, Soul und Rock zurück: «Fight For My Soul», im einzigen Schweizer Konzert im X-TRA Zürich am Sonntag, 6. Oktober."

Somit war Jonny Lang auch für mich schon seit Jahren ein Begriff. Doch leider waren seine Auftritte in Europa weniger als rar und auch während meiner Zeit in den USA hatte ich nie das Glück an einem seiner Konzerte teilzunehmen. Gestern Nacht jedoch sollte sich das ändern!

Lang hat mir damals, zusammen mit anderen Bands wie den Blues Brothers, Muddy Waters und Little Walter das Tor zur Welt des Blues erst so richtig geöffnet. Seither war es ein Traum ihn mal live zu sehen bzw. hören. ;)


Der Blues Brothers Film von 1980 war wohl einer der Filme, die mich mitunter am meisten geprägt haben - ganz besonders was meinen Muskgeschmack angeht. Ganz ehrlich, ich weiss nicht wie oft ich Blues Brothers gesehen habe, aber ich weiss, dass ich den Film mitsprechen kann und auch noch nach so vielen Malen über die Gags lachen kann. Natürlich liegt es da nahe, dass ich in Chicago nicht nur die Blues Musik geniesse, sondern mich auch auf die Spuren des Filmes begebe.

Also haben wir kurzerhand an der Blues Brothers Tour durch Chicago teilgenommen, wo wir nicht nur die Drehorte des Filmes besucht haben, sondern auch jeweils gleich noch die passenden Filmausschnitte dazu sehen konnten. 

Nur schon als ich den Skytrain zum ersten Mal vorbeirauschen sah, musste ich schmunzeln. Zum Glück hatten meine Sister in Spirit und ich kein solches Appartment wie die Blues Brothers, sondern ein gemütliches Hostel etwas nördlich der Stadtmitte.
Ray's Music Exchange
 



DIE SEHENSWERTESTEN DREHORTE
Wir haben unter anderem das Gebäude von "Chez Paul" gesehen und den Ort, an dem "Ray's Music Exchange" im Film war. Aber auch das Richard J. Daley Center ("That's where they have the Picasso") und die Chicago City Hall.

Einzig schade war, dass die berühmte Maxwell Street, in der die Szene mit Aretha Franklin und John Lee Hooker gedreht wurde nicht mehr existiert. Das historische Blues Quartier in dem Musikgrössen wie Muddy Waters und Little Walter gross wurden, ist mittlerweile einem unspektakulären Wohnquartier gewichen.


Statuen vor der Chicago City Hall

BLUES BROTHERS: ECHTE GEEKS
Die geführte Tour dauert in etwa eineinhalb Stunden und ist für jeden Blues Brothers Fan absolut empfehlenswert. Allerdich muss ich gestehen, zwei Filmgeeks hätten uns wohl noch ein paar Extra Orte des Filmes gezeigt, die die Tourguides aussenvorgelassen hatten. Das war etwas schade, sodass wir halt dann auf eigene Faust noch auf Erkundungstour gegangen sind.

Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema. Heute ging es dann auch schon einen Schritt weiter. Neben der berühmten Strasse, wo sich damals die berühmte Verfolgungsjagt abgespielt hat, sind wir am Donnerstag zur City Hall gepilgert um unsere beiden Kumpels hier oben im Bild zu fotografieren.

Ausserdem gab es anschliessend noch ein Abendessen in unserer ganz persönlichen Blues Mekkah, dem House Of Blues,  welches von Dan Aykroyd gegründet wurde - dem einzig wahren Elwood Blues. Dortkann ich übrigens den Island Turkey Burger wärmstens empfehlen, für alle, die gerne etwas schärfer essen! Ausserdem gibt es dort jeden Abend ab 21:00 Uhr Live Musik,was will man mehr?