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Hallo meine Lieben,

Schon wieder haben wir eine Woche mehr hinter uns gelassen, es geht wirklich nicht mehr lange bis Weihnachten, doch irgendwie kommt bei mir dieses Jahr nur bedingt Weihnachtsstimmung auf. So vieles will noch erledigt werden. Der Spagat zwischen Job, Nebenjob und Schule wird immer grösser, verlangt mir gerade eine Menge ab und dennoch, ich weiss das ist der richtige Weg, auch wenn es bestimmt nicht der einfachste ist. Doch ich will mich nicht beschweren, so viele schöne Erlebnisse, die ich immer wieder habe, all die Erkenntnisse, an denen ich wachsen darf, das ist ein Geschenk!

TYPISCH SCHWIIZ: GUETZLE
Um mich dennoch für die besinnliche Zeit in Stimmung zu bringen, habe ich beschlossen mir die Zeit zu nehmen um Wiehnachtsguetzli (Weihnachtskekse) zu backen. In der Schweiz ist diese Tradition scheinbar sogar so wichtig, dass wir ein eigens dafür erfundenes Verb haben. Wenn wir Kekse backen, dann tüend mer guetzle. Ja, das gibt es tatsächlich wir "guetzlen" oder so. Hey, don't judge me, ich hab's nicht erfunden. Das heisst hier bei uns einfach so. Wenn dich in der Schweiz also jemand fragt: "Wämmer höt guetzle?" und du die Frage mit "Ja" beantwortest, hast du dich eben zum Keksebacken verabredet.


VINTAGE, ÜBERALL VINTAGE!
Als kleiner Vintage Freak stehe ich zudem total auf entsprechende Keksdosen, da kann ich einfach nicht widerstehen, weshalb bei uns Zuhause gefühlt tausend solcher Dosen herumstehen. Na gut, ganz so schlimm ist es nicht. Aber die sind doch auch wirklich hübsch!

REZEPT VANILLEGIPFELI
Aber jetzt zum eigenlichen Thema, denn ich habe für euch eines meiner liebsten Weihnachtskeksrezepte hervorgekramt und zeige euch, wie ich meine Vanillegipfeli zubereite.

ZUTATEN (für ca 50 Stück)

  • 200 g Butter, weich
  • 90 g Zucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 1 Vanillestängel, ausgeschabtes Mark
  • 1 Msp. Salz
  • 2 Eigelb
  • 100 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 250 g Mehl
  • Etwas Puderzucker

ZUBEREITUNG
Erst nehmen wir uns logischerweise den Teig vor. Dazu die Butter mit dem Handmixer rühren bis sich Spitzchen bilden. Dann den Zucker, Vanillezucker, das Vanillemark, Salz und Eigelb dazugeben und das ganze rühren, bis die Masse hell ist. Zum Schluss noch die Mandeln und das Mehl mischen, dazugeben, kurz verrühren und zu einem Teig zusammenfügen, allerdings nicht kneten. Nun kommt der fertige Teig in die Folie und wird kühl gestellt.

 Nach etwa einer Stunde kann der Teig weiterverarbeitet werden. Dafür den Ofen auf 180°C vorheizen, den Teig mit den Händen etwas anwärmen, damit er besser verarbeitet werden kann. Dann in etwa 5 cm lange Stücke schneiden und die Gipfeli in die gewünschte Form bringen. Jetzt werden sie in der Mitte des vorgeheizten Ofens 10-12 Minuten gebacken, dnach lässt man sie auskühlen und zum Schluss werden die Gipfeli noch mit Puderzücker bestäubt.

Ich finde ja die Vanillegipfeli verpackt in einer hübschen Keksdose eignen sich auch hervorragend als kleines Geschenk zur Besinnlichen Zeit. Es ist lecker, selbstgemacht und süss, was will man mehr?

Habt einen zauberhaften Start ins dritte Adventswochenende, ihr Lieben.
Hallo ihr Lieben,

Nach längerer Zeit möchte ich euch heute wieder mal ein wenig etwas über uns Schweizer erzählen oder besser gesagt, was uns manchmal dazu bringt unsere Augen zu verdrehen, wenn ein Nichtschweizer uns seine Sicht der Dinge unter die Nase reibt.

Zugegeben, manchmal sind wir schon etwas eigen - wir Schweizer und nein, man hat es sicherlich nicht immer einfach mit uns. Dennoch bin ich der Meinung, dass es sich durchaus lohnt uns Zeit zu geben unser Gegenüber besser kennen zu lernen, denn wenn man uns erst mal richtig kennt, merkt man, dass wir Schweizer tief in uns drinnen eigentlich ein ganz herzliches Volk sind.


Also passt gut auf und lernt, denn von diesen zehn Aussagen ist beim Kennenlernen eines Schweizers abzuraten...
  1. Frage ihn von wo in Schweden er denn genau käme (ich glaube während meiner Zeit in den USA hat nur etwa 1/3 am Ende kapiert, dass Schweiz und Schweden nicht dasselbe sind...)
  2. Sag einem Schweizer, Belgische Schokolade sei die beste der Welt.
  3. Behaupte Schweizer seien keine guten Gastgeber.


  4. Nehme an, dass ausnahmslos jeder Schweizer Skifahren oder Snowboarden kann, oder sonst irgend eine Form von Schneesport auf jeden Fall beherrschen muss. Schliesslich sei das ja unser einziges Fortbewegungsmittel im Land des ewigen Eises.


  5. Bitte einen Schweizer dir einen Satz in allen vier Landessprachen beizubringen und schaue ihn daraufhin ganz empört an als dieser dir erklärt, dass er das nicht könne, da die wenigsten Schweizer auch tatsächlich alle vier Landessprachen sprechen.
  6. Behaupte ganz einfach mal, das alle Schweizer in Chalets (diese Dinger) leben und somit natürlich auch ausschliesslich in den Bergen Zuhause seien.


  7. Zeige dem Schweizer immer und immer wieder, wie akzentlos zu das Wort "Chuchichäschtli" aussprechen kannst...und warte dann sehnsüchtig auf sein lobendes Feedback.
  8. Zeig deinen Eckel, als du beim Fondueessen bemerkst, dass alle Gäste aus dem selben Caquelon essen. Ja, ja...wir sind hart im Nehmen. 
  9. Spreche von der Schönheit der Natur und erwähne dabei haufenweise Länder, doch lasse die Schweiz dabei ganz einfach mal aussen vor.


  10. Sage einem  Schweizer, er hätte keinen Humor...(meine Lieben, nur weil der Schweizer erst ein bis zwei Tage später lacht, heisst das noch lange nicht, er hätte keinen Humor. Es beweist nur, dass es etwas länger dauern kann, bis euer Witz ganz oben auf dem Gipfel des Matterhorns ankommt, wo wir ja schliesslich alle in einem mit Schnee bedeckten Chalet leben...)

Ich wünsche euch einen zauberhaften Samstag!

Das erste Mal als ich gemerkt habe, dass ich wohl auch eine typische Schweizerin bin, war als ich in den USA gelebt habe. Erst da wurde mir bewusst, dass in meiner Heimat eben doch so einiges anders abläuft als da wo ich gerade war. Seltsam eigentlich, nicht? Es war kein „bei uns ist alles besser“ Gefühl, aber eher eine Art Gefühl das zu vermissen, was man eben schon von klein auf kennt. Dieses Gefühl von Heimat, auch wenn man sich dort, wo man ist ja eigentlich auch ganz wohl fühlt. Trotzdem ist es anders.

Doch was ist in der Schweiz so ANDERS? Erst einmal fällt selbstverständlich die Grösse auf, beziehungsweise die nicht vorhandene Grösse... ;) Erklär mal einem Amerikaner wo genau du in der Schweiz wohnst. Nach mehreren kläglich gescheiterten Versuchen meinerseits, entschied ich mich meinen Wohnort als „near Zürich“ zu beschreiben, denn für den grossen aus dem Wilden Westen ist in der Schweiz ohnehin alles „near Zürich“. Erst dann strahlte das Gesicht meines Gegenübers zufrieden. Ich jedoch war ehrlich gesagt ganz einfach froh, dass mich nun zumindest einer in meiner Umgebung nicht für eine Schwedin hielt. ;)

Aber ganz ehrlich, wenn mich jemand fragt was denn nun typisch Schweizerisch sei, dann komm ich ganz schön ins Grübeln. Nicht, dass ich meine Heimat nicht kenne, doch abgesehen von den typischen Klischees wie Käse, Schokolade und Heidi frage ich mich ehrlich gesagt selbst, was denn nun den typischen Schweizer ausmacht.

Nein ich jodle nicht und bittet mich nicht euch eine Kostprobe zu geben, denn glaubt mir ich besitze kein Talent dafür. Genausowenig lebe ich in einem Chalet auf der Alp beim Grossvater und dennoch fühle ich mich im Land der Berge, Täler und Seen heimisch.

Ganz ehrlich? Ich glaube DEN typischen Schweizer gibt es ohnehin nicht, oder wie viel Willhelm Tell steckt wohl tatsächlich in uns? Nun gut,  ich denke schon, dass dieses Bild des Schweizers der seine Freiheit liebt und gerne selbst entscheidet auf irgendeine Weise tief in uns verankert ist, oder geht das nur mir so? Schliesslich sind wir sind ein kleiner Fleck mitten in Europa und irgendwie wollen wir uns von den Grossen ganz einfach nicht alles sagen lassen.

Doch die Schweiz ist viel mehr als das "Tell-Symbol". Denn in einem Land das auf so kleiner Fläche eine solche Vielfalt an Kulturen, vier Landesprachen (Schweizerdeutsch/Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch) und den sogenannten Kantönligeist besitzt, ist etwas, dass alle gemeinsam haben gar nicht so einfach zu finden. Was soll man da als typisch bezeichnen? Nun, vielleicht genau das? Ja, ich glaube gerade diese Vielfalt an Kulturen und Sprachen, die relativ grosse Selbstständigkeit unserer Kantone ist eben typisch Schweiz.

Für mich war es zum Beispiel auch seltsam, dass Völker in anderen Ländern so wenig Mitsprachrecht besitzen. Bei uns ist das ganz normal. Manchmal wie es scheint zu normal, oftmals gar so selbstverständlich, dass wir es nicht zu schätzen wissen und dennoch wir haben die Möglichkeit unsere Meinung zu äussern. Ob die nun immer so klug ist, sei mal dahingestellt. Doch das Potenzial ist auf jeden Fall da. ;)

In diesem Sinne bin ich wohl tatsächlich eine typische Schweizerin, auch wenn man das womöglich weder an einer Sprache noch an einer genau definierten Kultur ausmachen kann. Ich denke es ist nicht immer einfach in einer Willensnation zu leben, wo ganz unterschiedliche Lebensweisen und Ansichten irgendwie miteinander auskommen müssen wollen. Doch genau das kann auch eine Stärke sein.

Wann habt ihr euch schon mal typisch Schweizerisch gefühlt, oder gedacht das sei jetzt aber wieder mal typisch Schweiz?

Herzliche Grüsse & einen guten Start ins Wochenende wünsche ich euch

PS: Falls ihr Fragen, Anregungen oder Wünsche habt, vielleicht etwas ein ganz spezielles Thema über die Schweiz lesen wollt, dann teilt es mir mit. Hier in den Kommentaren oder per E-Mail.