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Erkennt irgendjemand diese Kirche? Vielleicht mit ein wenig Hilfe? Ich sage nur: Whoopy Goldberg. Richtig! Wir haben die Kirche aus Sister Act aufgesucht und sie zum Glück, und mit viel Durchhaltevermögen schlussendlich auch gefunden.

Drei Monate sind wir nun schon in San Francisco und ich würde behaupten, die Stadt mittlerweile ziemlich gut zu kennen. Natürlich gibt es Viertel, die man besser kennt und andere, die man praktisch nie besucht. Dass wir uns allerding so schwer tun würden die Kirche aus Sister Act zu finden, damit hätte ich nicht gerechnet.

 Als Film Fans jedoch stand die im Stadtteil Noe Valley gelegene St. Paul’s Church auf unserer To-Do Liste. Gesagt, getan. Wir haben uns also entschieden so nah wie möglich mit der Muni ranzufahren und den letzten Teil noch zu Fuss zurück zu legen.

Natürlich, wie könnte es auch anders sein, musste es genau heute in Strömen regnen und zwar genau dann, wenn wir uns einmal mit der Strecke so richtig verschätzt haben. Erst mal wären wir fast in den Falschen Muni Zug eigenstiegen, aus dem wir aber gerade noch rechtzeitig wieder raus sind um nur kurz darauf die richtige Linie zu nehmen.

Los ging es bis zur Haltestelle von Church und dann zu Fuss die Dolores Street hinunter. So weit so gut. Wie gesagt, es hat geregnet, und wir hatten nicht wirklich eine Ahnung davon wie lange die Strecke zu Fuss werden würde.Einmal mehr bekamen wir die berühmten Hügel San Franciscos zu spüren, doch diesmal schienen sie einfach nicht mehr aufhören zu wollen. Als wir nach der 27. Strasse noch immer keine Kirche zu Gesicht bekamen, ging unsere Motivation langsam aber sicher flöten.

Nachdem dann auch die Karte uns nicht mehr weiterhelfen konnte, da sie diesen Teil der Stadt nicht mehr abdeckte, gingen wir noch ein wenig weiter. Eine weitere Strasse und noch eine. Wir waren wir kurz davor aufzugeben, bis wir uns entschlossen noch um die nächste Ecke zu schauen und siehe da, die lang ersehnte St. Paul's Churz lag endlich vor uns. Wir waren überglücklich und haben natürlich ein paar Erinnerungsfotos geschossen. Kirche bei Regen, sozusagen.

Ach ja, auch noch interessant zu erwähnen ist vielleicht, dass die Muni, die gleich vor er Kirche durchfährt, dieselbe ist, aus der wir zuvor wieder ausgestiegen sind. Unsere Gesichtsausdrücke diesbezüglich könnt ihr euch wohl in etwa vorstellen.Wir hätten also nicht mal zu Fuss gehen müssen. Na ja, shit happens.
Seit vier Wochen leben wir nun schon in Kalifornien, erkunden die City by the Bay jeden Tag ein Stück mehr und nehmen immer mehr Gewohnheiten der Einheimischen an. San Francisco ist schon sehr nahe an dem, was ich mir vorgestellt hatte. Allerdings ist die Stadt chaotischer, als ich gedacht hätte, sie ist manchmal auch fast etwas beengend und es kann hier ganz schön kalt sein.

Es ist also nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen obschon ich mich nun auch nicht beschweren möchte. Wir haben eine super Zeit, lernen sehr viel, nicht nur über die englische Sprache, sondern auch über die Nordkalifornier, insbesondere die Kulturen, die San Francisco bis heute so sehr prägen.

Da wir etwas ausserhalb San Franciscos wohnen, nämlich im südlich gelegenen Daily City, dachten wir uns es wäre schön auch das Städtchen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Viel hat es nicht zu bieten. Es ist eine typische Vorstadt, doch sie hat alles, was man so zum leben braucht. 

Wir haben uns also heute auf den Weg gemacht. Unser Ziel: Die Küste, welche nur 10 - 15 Minuten Fussweg  von unserem Haus entfernt ist, kann ja nicht so schwer sein…. Wir haben uns also auf den Weg gemacht, entlang des John Daly Bld, den uns unsere Gastmutter vorgeschlagen hatte, nachdem sie uns zuvor schräg angeschaut hatte, als sie von unserem Plan erfahren hatte (niemand geht hier zu Fuss zum Strand).

Ausgerüstet mit einer Flasche Wasser, dem Fotoapparat und der Sonnenbrille ging es los. Wie empfohlen, der Strasse entlang, doch nach etwa fünf Minuten das: Der Fussweg hört ganz plötzlich auf und endet im Nichts für alle Lauffreudigen. Auf dem Highway weitergehen? Nicht sehr empfehlenswert!
Kein Problem, wir suchten also nach einer anderen Lösung:

Entschlossen einen anderen Weg zufinden, denn schliesslich war die Küste nur einen Katzensprung entfernt, suchten wir nach einem Übergang, einem Weg in die Freiheit.

Doch dieser sollte uns verwehrt bleiben. Nach einiger Zeit mussten wir aufgeben und feststellen, dass dieses freie Land eben doch nicht immer ganz so frei ist, wie seine Bewohner glauben. Was übrig blieb war der Blick an einen hohen Zaun, der uns die Sicht in die Natur verdeckte und ein eher ernüchternder Rückmarsch nach Hause.
Bis zum nächsten Mal und dann hoffentlich doch etwas freier!

Grüsse von...
....ich bin kein Star, möcht aber trotzdem raus!

PS: Der Marsch hat trotzdem ganz gut getan, hinter Gittern;)